Wein zählt zu den beliebtesten Genussmitteln, als Getränk zum Essen oder in guter Gesellschaft. Dabei wird Weißwein und Rotwein geleichermaßen gern verzehrt.  Oft wird eine Flasche angebrochen, aber nicht zuende getrunken. Gerne werden die Reste zum Kochen verwendet oder eignen sich zum aufheben, für die nächsten Feierlichkeiten.

Doch wie lange ist ein offener Wein eigentlich haltbar und wie sind die Unterschiede bei Haltbarkeit, Lagerung und Sorte?

In diesem Artikel möchten wir dich darüber informieren, wie lange ein Wein haltbar ist, was man machen kann, um Wein länger haltbar zu machen und wie du Wein richtig lagerst, um eine langfristige Haltbarkeit zu gewährleisten.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Eu als Wein bezeichnet werden die Erzeugnisse aus der Weinrebe, die einen Mindestanteil an Volumenprozentalkohol von 8,5 haben.
  • Obergruppen von Wein sind Rotwein, Weißwein, Rose, Perlwein und Schaumwein.
  • Das gängiste Verfahren zur Haltbarmachung von Wein ist die Haltbarmachung mit Schwefel.

Definition: Was ist Wein?

Wein ist ein alkoholisches Getränk, was auch als Genussmittel angesehen wird. Es gibt ihn als Rotwein oder Weißwein, Rose, Perlwein und Schaumwein.

Als Wein wird in der EU ein Getränk bezeichnet, dass aus den Früchten der Weinrebe entsteht und mindestens 8,5 Volumenprozent enthält.

Wein ist ein beliebtes Genussmittel in Gesellschaft oder auch alleine zum Essen oder Feierlichkeiten.(Bildquelle: Unsplash.com/Kim Ellis)

Wein wird gewonnen, indem die reifen Trauben der Weinreben geerntet und weiterverarbeitet werden.

Um Weißwein herzustellen, wird der Saft der Trauben gepresst und aufgefangen. Den entstandenen Saft nennt man auch Traubenmost. Dieser wird vergoren, sodass durch alkoholbildung Weißwein entsteht.

Um Rotwein herzustellen wird hingegen bei einem speziellen Arbeitsverfahren die Maische zu Rotwein vergoren. Dazu werden dem Traubensaft Hefepilze zugefügt, welche den Herstellungsprozess bewirken.

  • Rotwein: Merlot,Piont Noir, Sauvignon Cabernet
  • Weißwein: Weißburgunder, Sauvignon blanc,Riesling,Chardonnay
  • Schaumwein: Sekt, Champagner, Cava
  • Perlwein: Prosecco

Hintergründe: Was du über die Haltbarmachung von Wein wissen solltest

Damit man sich lange an einer Flasche Wein erfreuen kann, wird er haltbar gemacht. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten auf die wir im nachfolgenden Abschnitt weiter eingehen werden.

Ist der Wein bereits geöffnet gibt es auch hier Möglichkeiten, die frische zu erhalten, ohne das der Wein schlecht wird. Zudem gibt es auch Weine die über die Jahre reifen und desto älter sie werden, umso hochwertiger werden.

Wie wird Wein haltbar gemacht?

Wenn Wein nicht haltbar gemacht werden würde, dann würde er oxydieren und zu Essig werden.

Um dies zu verhindern, wurde schon damals im antiken Griechenland eine Lösung gefunden, um den Prozess zu verhindern.

Damit Wein in der Industrie zum Verzehr haltbar gemacht wird, wird er konserviert. Als beliebtes Konservierungsmittel dient dazu Schwefel.

Weine werden nach der Gärrung und vor dem abfüllen geschwefelt. Dabei wird so eine geringe Menge Schwefel zugesetzt, dass es keine Auswirkungen auf den Geschmack oder Geruch des Weins hat. Schwefel wird in flüssiger, Gasform oder Tablettenform dem Wein zugesetzt.

Durch den hohen Phenolgehalt sind Weißweine anfälliger für eine Oxidation als Rotweine.

Wird der Wein nach dem Schwefeln verschlossen, wird verhindert, dass der Wein in der Flasche oxidiert und somit zu Essig werden würde. Somit bleibt der Wein lange haltbar und ist zum Verzehr geeignet.

Welchen Unterschied gibt es bei der Haltbarkeit von Rotwein und Weißwein?

Für die Haltbarkeit von Wein spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Dabei kann die Farbe ein Indiez dafür sein, wie lange ein Wein haltbar ist.

Weißwein hat meistens einen höheren Säuregehalt als Rotwein. Die Säure im Wein sorgt für eine lange Haltbarkeit. Denn durch den Säuregehalt wird verhindert, das Bakterien sich vermehren können.

Andere Indikatoren, die die Haltbarkeit von Wein bestimmen können sind unter anderem der Zuckergehalt, Alkoholgerhalt und die Rebsorte, von dem der Wein stammt.

Ein hoher Alkohol und Zuckergehalt dienen als gute Konservierungsmittel. Alkohol wirkt zudem noch Bakterienabtötend und verhindert somit ein vermehren.

In der folgenden Tabelle sieht man eine Übersicht über die Haltbarkeit von Rot und Weißwein bei geöffneter Flasche.

Menge Haltbarkeit Rotwein Haltbarkeit Weißwein
3/4 Ca. 1 Woche Ca. 3-5 Tage 
1/2 Ca. 3-5 Tage Ca. 2-3 Tage
1/4 Ca. 2 Tage Ca. 1 Tag

Wie ist der Haltbarkeits-Unterschied zwischen Wein mit Korken und Schraubverschluss?

Heutzutage haben Weinflaschen unterschiedliche Verschlussformen aus verschiedenen Materialien. Zum einen den Schraubverschluss und zum anderen den Korken.

Beide Verschlüsse haben die gleiche Aufgabe. Sie sollen den Wein davor schützen, das Sauerstoff in die Flasche gelangt und der Wein somit oxidieren kann.

Der Natur Korken und der Schraubverschluss machen den Wein bei richtiger Anwendung zunächst gleichermaßen haltbar.

Kommt es allerdings nun dazu, dass der Korken durch falsche Anwendung bröckelt oder nicht mehr in die Flasche einsetzbar ist, so wird ein Schutz für den Inhalt der Flasche nichtmehr gewährleistet.

In dem Fall ist der Schraubverschluss dem Korken gegenüber klar im Vorteil. Allerdings wird hier auch der Plopp Effekt vom Korken nicht erzeugt, wodurch der nostalgische Effekt des Wein öffnens verloren geht.

Welchen Unterschied gibt es bei der Haltbarkeit von Wein in Flaschen und im Tetrapack?

Wein wird heutzutage im Tetrapack oder in Flaschen abgefüllt und gelagert. Dabei stellt sich die Frage, in welchem Behälter sich der geschlossene Wein länger haltbar hält.

Beide Verpackungsmöglichkeiten sind Sonnenlichtabweisend und Schützen den Wein vor äußeren Einflüssen. Dabei stellt Glaß eine stabilere Verpackungsmethode dar.

Tetrapack hingegen ist eher weich und biegsam.  Auch ist die Haltbarkeit des Materials Tetrapack nicht gleichwertig mit der Haltbarkeit von Wein in Flaschen.

Legt man wert darauf, dass der Wein mehrere Jahre im Weinkeller oder Weinschrank haltbar ist, sollte man besser auf einen Wein in Flasche setzen.

Wie macht man Wein haltbar: Die besten Möglichkeiten

Wein Haltbarmachung ohne Schwefel

Eine Möglichkeit Wein ohne Schwefel haltbar zu machen ist die kalte Pasteurisierung.

Bei dieser Druckwellentechnologie werden flüssige Lebensmittel haltbar gemacht. Dazu wird der Wein mit einem Gas, wie Argon oder Stickstoff angereichert. Dazu wird der Wein einem großen Druck ausgesetzt und unter niedriger Temperatur haltbar gemacht.

Bei dem Verfahren wird das Wachstum der Mikroorganismen verhindert. Die Zellen werden von innen zerstört und können sich nichtmehr vermehren. Das Getränk wird zudem stabilisiert und somit langfristig haltbar gemacht.

Wein Haltbarmachung durch Kochen

Benutzt man Wein zum Kochen, kann man ihn nach dem öffnen noch länger verwenden. Denn durch das aufkochen, werden Keime zerstört und eine Kontamination verhindert.

Alerdings werden beim Aufkochen nicht nur störende Bakterien getötet, sondern auch der Alkoholgehalt im Wein während dem Kochen verringert.

Je nach Garzeit und Temperatur verringert sich der Alkoholgehalt, um ein großes Maß. Kocht man einen Rotwein zum Beispiel eine halbe Stunde ein, sind nur noch 35 Prozent im Wein als Restalkohol vorhanden.

Kocht man Wein auf, macht man ihn eine Woche länger haltbar. Alerdings geht auch so der Geschmack und der Alkoholgehalt verloren.

Wein Haltbarmachung durch Kühlen

Eine Möglichkeit Wein haltbar zu machen, ist die Aufbewahrung im Kühlschrank oder kalten Weinkeller.

Vorsicht! Wird die Kühlkette einmal unterbrochen können die Schadorganismen ihre Arbeit vermehrt aufnehmen und der Wein wird länger schlecht.

Dabei ist zu beachten, das Rotwein auf Zimmertemperatur getrunken wird und vor dem Verzehr mindestens eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen werden muss.

Beim Kühlen von Wein auf niedriger Temperatur wird die Aktivität von Schadorganismen verringert und chemische Prozesse verlangsamt. Dadurch bleibt der Wein länger haltbar.

Beim Kühlen im Keller oder Kühlschrank wird zudem noch der Wein vor anderen äußeren Einflüssen, die zum Verderben des Weins beitragen geschützt. Dazu zählt zum Beispiel Licht.

Trivia: Was du sonst noch über die Haltbarkeit von Wein wissen solltest

Wie lange kann eine Flasche Wein offen sein?

Ist die Flasche Wein ersteinmal geöffnet, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch zum Trinken geeignet ist.

Wie lange der Wein schlussendlich noch haltbar ist hängt von einigen unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen spielt die Lagerung eine wichtige Rolle zum anderen aber auch die Menge des Inhalts.

Wie lange der Wein offen noch genießbar ist, ist auch Deschmackssache. Ist er bereits zu säuerlich, schadet er dir zwar nicht, ist aber nicht mehr genießbar.(Bildquelle: Unsplash.com/Scott Warman)

Um den geöffneten Wein länger haltbar zu machen, sollte man ihn stehts mit einem Verschluss bedecken, damit er luftundurchlässig verschlossen bleibt. Dies verhindert, das Bakterien und Mikroorganismen sich vermehren können.

Auch sollte man den Wein kühlen. Dies macht man am Besten im Kühlschrank. Durch die Kühlung verlangsamt sich die vermehrung von Schadorganismen und die chemischen Prozesse, die den Wein schlecht machen werden verhindert.

Im Allgemeinen gilt, desto weniger Luft in der Flasche Wein Platz hat. Also desto mehr Inhalt vorhanden ist, umso länger ist er haltbar.

Eine geöffnete Flasche Rotwein ist im Kühlschrank ca. 1 Woche lang haltbar. Weißwein sollte man schon in weniger Tagen austrinken, da hier die Oxidation früher stattfindet. Perl und Schaumweine sollte man sogar schon am gleichen Tag trinken.

Es verändern sich Geschmack, Farbe und Geruch des Weins, wenn er mit Sauerstoff in Berührung kommt. Oxidierter Wein wird irgendwann zu Essig.

Wie sollte man Wein lagern?

Wie Wein gelagert werden sollte, hängt vor allem von der Sorte ab. Allgmein sollte man immer auf Herstellerhinweise auf der Flasche achten.

Es gibt Weinsorten, die darauf ausgelegt werden mehrere Jahre zu reifen, bevor Sie verzehrt werden sollten.

Andere Weine hingegen sind kurzlebig und sollten schon in den ersten Monaten nach Kaufdatum getrunken werden.

Allgemein gilt für die Lagerung zuhause, das Wein nicht zu heiß und vor Sonnenlicht geschützt gelagert werden soll. Denn Sonnenlicht und Wärme verschnelleren den Oxidierungsprozess bei dem der Wein zu Essig und somit ungenießbar wird.

Am besten eignet sich zur Lagerung eine Temperatur von 12-13 Grad. Wichtiger als die Temperatur ist die Konstanz der Temperatur. Denn wird die Kühlkette unterbrochen, kann es passieren das der Oxidationsprozess schneller eintritt und der Wein schlecht wird.

Wein lässt sich am Besten im Keller lagern, wenn dieser nicht zu feucht ist. Ansonsten eignet sich auch eine Abstellkammer, die Lichtgeschützt ist.

Hat man besonders teuren Wein, der eine hohe Qualität hat, kann man sich auch einen Weinklimaschrank anschaffen.

Bei der Lagerung von Wein kommt es auch auf die Sorte an. Qualitativ hochwertiger Wein ist mit mehr sorgfalt zu lagern als günstiger Wein, der kurzlebig ist.(Bildquelle: unsplash.com/Bruno Martins)

Wie lange kann ich Wein lagern, wenn er nicht geöffnet wurde?

Wie lange man Wein lagern kann, wenn er noch nicht geöffnet wurde, hat etwas mit der Qualität und Sorte des Weins zu tun.

Man sollte immer auf Herstellerhinweise auf der Flasche achten. Teure und hochwertige Weine reifen über Jahre und können daher mehrere Jahre haltbar sein, bevor sie überahupt verzehrt werden sollten.

Wein sollte bei konstanter Temperatur und lichtgeschützt gelagert werden, damit er auch in geschlossener Flasche haltbar bleibt.

Andere Weinsorten hingegen sind sehr kurzlebig und ändern sich im Geschmack, Farbe und Geruch, wenn sie nicht frühzeitg getrunken werden. Das macht den Wein ungenießbar.

Weißwein ist oft länger haltbar als Rotwein. Das hat etwas mit dem Säuregehalt des Weins zu tun. Auch die Lagerung spielt bei der Haltbarkeit eine große Rolle.

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Fazit

Abschließend ist zu sagen, dass die Haltbarkeit von Wein vor allem von der Sorte, Qualität und Lagerung abhängig ist.

Es gibt Weinsorten, die mit der Zeit reifen und eine Haltbarkeit über mehrere Jahre besitzen. Andere hingegen sind sehr kurzlebig und sollten inerhalb kürzester Zeit getrunken werden.

Ist eine Flasche ersteinmal angebochen verringert sich die Haltbarkeit enorm. Durch das öffnen der Flasche wird der Oxidierungsprozess in Kraft getreten und der Wein wird schneller zu Essig. Je nach Sorte sollte man ihn in bis zu einer Woche austrinken oder verwenden.

Wärme und Hitze machen den Wein länger haltbar. Kocht man ihn allerdings auf, um ihn zum verfeinern  von Speisen zu verwenden geht der Alkoholgehalt verloren. Beim anweden von Kälte in konstanter Temperatur wird der Oxidationsprozess verlangsamt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://rhein-ahr-wein.de/blogs/tipps/weinverschluss

[2] https://wein-fuer-laien.de/weinwissen/lagerung-und-haltbarkeit-von-wein/

[3] https://www.spiegel.de/stil/wein-konservieren-so-bleibt-offener-wein-frisch-a-1135943.html

Bildquelle: 123rf.com / 38867023

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