Willkommen bei unserem großen Rum Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Rum Sorten. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Rum zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Rum kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Obwohl es 8 verschiedene Arten an Rum gibt, sind die meisten Sorten Blended Rums (Mischung verschiedener Einzeldestillate) und basieren auf Melasse (Nebenprodukt der Zuckergewinnung). Man unterscheidet außerdem zwischen Weißem Rum, Braunem Rum und Goldenem Rum.
  • Die meisten Rum-Sorten stammen aus der Karibik und Lateinamerika. Dabei gilt Kuba als das Mutterland des Rums. Der Unterschied in der Farbe basiert auf der Länge der Lagerung.
  • Rum kann entweder pur getrunken werden oder vielfältig in Longdrinks und Cocktails verwendet werden. Dabei wird weißer Rum oftmals für das Mixen von Cocktails verwendet. Dunkler Rum wird hingegen pur getrunken.

Rum Test: Das Ranking

Platz 1: Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum ist definitiv ein Klassiker, der aus der Reihe der Top-Rum-Sorten nicht mehr wegzudenken ist.

Er bewegt sich im mittleren Preissegment, aber der Preis ist aufgrund des aufwendigen Reifungsprozesses dennoch gut vertretbar, wie wir finden. Es ist ein Rum, der aufgrund der Aromen-Komplexität nicht unbedingt für einen Rum-Neuling geeignet ist. Dafür wird ihn der Connoisseur umso mehr wertzuschätzen wissen.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum gilt als das Flaggschiff der Plantation-Serie, aber nicht etwa einer karibischen Destillerie, sondern des französischen Cognac-Hauses Ferrand.

Er stammt zwar ursprünglich aus Barbados, aber über die unabhängige barbadische Destillerie ist so gut wie nichts bekannt. Alexandre Gabriel, Brennmeister und Besitzer des Cognacs Pierre Ferrand lieferte zunächst benutzte Cognacfässer in die Karibik für die Lagerung des Rums und auf einer seiner Besuche vor Ort kam er selber auf den Rum-Geschmack.

Heutzutage gibt es gleich eine ganze Plantation-Serie, die sich verschiedenen karibischen und lateinamerikanischen Ländern widmet und kleinere Destillerien aufleben lässt.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum ist ein brauner Melasse-Rum. Das Besondere an ihm ist seine Reifung im Double Ageing-Verfahren.

Nach der Destillation (Pot Still + Column Still) lagert er 8-10 Jahre in Bourbon-Whiskeyfässern auf Barbados, bevor er nach Frankreich geschifft wird. Dort werden die verschieden alten Destillate vom Master Blender zu einem Blend gemischt und erhalten ein Finish für 2-10 Jahre in französischen Cognac Ferrand-Fässern (oder auch in Portwein-, Marsala-, Sauternes- oder Calvados-Fässern).

Es ist ein aufwendiger Reifeprozess, da die Reifung in unseren Breitengraden bis zu viermal langsamer verläuft als wie das in den von der karibischen Sonne erwärmten Kellern der Fall ist.

Der Alkoholgehalt des abgefüllten Blends beträgt 40 %.

Qualitätsmerkmale

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum, der schon das „extra old“ in seinem Namen trägt ist ein Premium-Blend und eine exklusive Sonderabfüllung (= die älteste der Serie) zum 20. Markenjubiläum von Plantation.

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum wurde zwischen 2009 und 2015 zahlreiche Male international prämiert.

Dazu gehören unter anderem:

  • Gold-Medaille beim Miami Rum Renaissance Festival
  • Goldmedaille bei der San Francisco Spirits Competition
  • Silbermedaille bei der International Rum Conference in Madrid
  • Goldmedaille des Beverage Testing Institutes
  • Goldmedaille bei den World Spirits Awards

In Deutschland belegte der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum den 2. Platz beim German Rum Festival 2013.

Geschmack / Verwendung

Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum zeichnet sich durch einen fruchtig süßen, weichen Geschmack aus.

Er ist nicht so extrem süß und likörartig wie andere Spitzen-Rums, aber wer süße Rums mit einem Vanille- und Karamellgeschmack und Kokosnoten mag, kann hier nicht falsch liegen.

Durch das Double Ageing-Verfahren bekommt er mehr Fülle und Aromenvielfalt und eignet sich eher für Connoisseure als für Neulinge aufgrund der Komplexität der Aromen und Nuancen.

Purer Genuss des Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rums ist ein Muss. Nur pur genossen kommen seine vielfältigen Aromen und vielschichtigen Geschmacksnuancen zum Vorschein.

Kundenbewertungen
Der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum wird von 87% der Endverbraucher als positiv eingeschätzt.

Aus den folgenden Gründen werden 4 und 5 Sterne für diesen Rum vergeben:

  • Leckerer Rum voller Aromen
  • Purgenuss
  • Angenehm beim Trinken, lieblicher Geschmack
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Festzuhalten ist vor allem das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, das viele Verbraucher erwähnen, denn es gibt durchaus günstigere Rum-Sorten unter den Top-Sellern. Alle anderen Einschätzungen über den Geschmack sind größtenteils subjektiv; bei 87 % aller Rezensierenden kann man dennoch nicht abstreiten, dass der Rum einen angenehmen Geschmack haben muss.

Von 7% der Rum-Trinker gibt es den Daumen nach unten und sie vergeben nur 1-2 Sterne.

Warum, liest du hier:

  • Abgeänderte Version seit 2015 bzw. veränderter Inhalt
  • Fälschung
  • Künstliche Zuckerzugabe + fehlende Deklaration
  • Zu kräftiger Kokosgeschmack
  • Brennen

Viele Kritiken sind auf die individuellen Geschmäcker zurückzuführen. Ein Brennen eines Rums im offenen Glas kann auch zustande kommen, weil vor dem ersten Schluck nicht lange genug gewartet worden ist und er sich nicht entfalten und atmen konnte bei Zimmertemperatur.

Durchaus berechtigt ist anscheinend die Kritik, dass der Hersteller Cognac Ferrand die Flaschenoptik und auch den Inhalt seit 2015 leicht abgewandelt hat.

Wie du in unserem Entscheidungsratgeber („Was ist Blended Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?“) nachlesen kannst, ist Blended Rum auch immer abhängig vom Master Blender und es ist schwierig ein gleichbleibendes Resultat zu erzielen, vor allem wenn einmal die Ausgangs-Rumsorte(n) nicht mehr verfügbar ist/ sind.

Und trotz der Kritik finden sich auch in den 87 % positiven Rezensionen zahlreiche Verbraucher, die den Rum auch nach 2015 noch mindestens genauso gut bewerten.

Zum Thema Zucker kannst du auch gerne in unserem Ratgeber-Artikel „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“ nochmal nachlesen. Es ist durchaus bekannt, dass die Hersteller dem Rum Zucker beifügen, um ihn zugänglicher für den Massenmarkt zu machen. Dies wird meist nicht deklariert.

FAQ
Warum wird der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum als “extra old” bezeichnet?

Die Bezeichnung “extra old”, oder auch XO in der Kurzversion, kommt aus dem Englischen und steht für “besonders alt”. Sie bezieht sich auf die Reifejahre des Rums; im Fall des Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rums handelt es sich um eine Lagerung von 10-20 Jahren.

Sollte man den Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum kühl lagern?

Der Rum ist bei Raumtemperatur sehr lange haltbar und sollte auch bei Raumtemperatur getrunken werden.

Im geöffneten Zustand sollte man ihn allerdings kühl und trocken lagern. Wenn er bei sehr warmen Temperaturen gelagert wird, kann sonst die Oxidation schneller voranschreiten.

Ist der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum für Neulinge geeignet?

Einem Rum-Einsteiger wird der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum durchaus gut münden, aber man kann den Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum nicht als Anfänger-Rum bezeichnen.

Einem Neuling wird es schwer fallen, die unterschiedlichen Nuancen und Aromen im Hintergrund herauszuschmecken. Weiterhin ist der Plantation Barbados XO 20th Anniversary Rum nicht im unteren Preissegment anzusiedeln.

Platz 2: Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum

Der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum gehört zu den berühmtesten Premium-Marken der Welt.

Er sticht heraus durch ein einzigartiges System, das es so wohl nirgendwo anders gibt, Einzeldestillate in einer Höhe von 2300 m, in der „Casa encima de las nubes“ (Haus über den Wolken) zu vermischen. Er eignet sich für Einsteiger, aber es ist auch festzuhalten, dass der Preis höher ausfällt als bei alternativen Rum-Sorten der gehobenen Klasse.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum wird von der kleinen guatemaltekischen Destillerie Licorera Zacapaneca hergestellt, die wiederum als Teil der Industrias Licoreras de Guatemala agiert, einem Zusammenschluss verschiedener lokaler Destillerien, Abfüller, Lieferanten und Betriebe.

Der Name Zacapa wurde der ostguatemaltekischen Stadt Zacapa anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums  (1976) gewidmet, weswegen sich auch das Wort „Centenario“ im Namen erklärt. Übersetzt aus dem Spanischen bedeutet es „Jahrhundert“.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum ist ein brauner Solera Blend aus Zuckerrohr, das auf fruchtbarem Boden aus Vulkanasche gedeiht.

Beim Auspressen von frischem Zuckerrohrsaft entsteht Zuckerrohrhonig, die Basis für die Fermentierung.

Er ähnelt sich dem Rhum Agricole, darf aber so nicht bezeichnet werden, da Rhum Agricole eine geschützte Herkunftsbezeichnung des Rums der französischen Übersee-Départements ist.

Nach der Column Still-Destillation reift der Rum in drei verschiedenen Fass-Arten (Whiskey-, Sherry- und Cognacfässer) nach dem Solera-Verfahren.

Hierbei werden junge und alte Destillate mehrfach umgefüllt, vermischt und erneut gelagert; bestehen bleibt eine einzigartige Mischung aus jungen, alten und mittleren Destillaten im Alter von 6-23 Jahren.

Wenn der Solera Blend seinen Fässern entnommen wird, wird er für ein weiteres Jahr in amerikanischen Eichenfässern gelagert, bevor er mit einem Alkoholgehalt von 40 % abgefüllt wird.

Eine weitere Besonderheit des Zacapa Rums ist der Ort der Lagerung. Diese findet im entfernten Quetzaltenango, in den guatemaltekischen Bergen, im sogenannten „Haus über den Wolken“ auf einer Höhe von 2300m statt.

Die Luft hat einen geringeren Sauerstoffgehalt, die Temperaturen sind niedriger, bleiben aber bei konstanten 14° C und die Reifung verläuft langsamer als in feuchtheißen Regionen.

Qualitätsmerkmale

Schon im Titel des Premium-Rums Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum wird die Nummer „23“ genannt, die sich, da es sich um einen Solera Blend handelt, auf die Fassreife des ältesten Destillats bezieht (bei herkömmlichen Blends ist dies genau andersherum).

Seit Jahren ist der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum auch als Abräumer in der internationalen Szene bekannt, der mehrfach in Folge die bedeutendsten Preise der Branche für sich gewinnen konnte (1998-2011). Er wurde als erster Rum in die Hall of Fame des Internationalen Rum Festivals 2003 aufgenommen.

Goldmedaillen erhielt der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum beim International Cane Spirits Festival, beim International Spirit Award, beim International Rum Festival in der Kategorie „Super Premium“ (gleich 5-mal hintereinander von 1998-2002) und wurde zweimal hintereinander als „Spirituose des Jahres“ vom „Beverage Testing Institute“ ausgezeichnet (2001 und 2002).

Geschmack / Verwendung

Der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum setzt auf eine Kombination aus Holz, Würze und Süße (Toffee und Schokolade).

Er ist für ein pures Trinkerlebnis gedacht und sollte bei Zimmertemperatur genossen werden.
Außerdem eignet er sich hervorragend für die Kombination mit getrockneten Früchten und dunkler Schokolade.

Wer ihn dennoch in einen Cocktail vermählen möchte, findet einige Rezept-Anregungen für einen gelungenen Daiquiri oder Planter’s Punch auf der Website des Ron Zacapa. Weitere Cocktail-Rezepte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade findest du auf der Webseite des multinationalen Konzerns Diageo, der das Marketing und den Vertrieb von Zacapa Rum übernommen hat.

Kundenbewertungen
Wenn man ein bisschen im Internet recherchiert, kommt man auf eine Zahl von 82% Genussmenschen, die das Endresultat des Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rums als positiv einstufen.

Als Beweggründe 4-5 Sterne zu geben, werden genannt:

  • Außergewöhnlicher Genuss
  • Traumhaftes Aroma
  • Nicht zu süß, nicht zu scharf
  • Prima zum pur trinken

Besonders hervorheben möchten wir den milden, angenehmen Geschmack, über den sich die Mehrheit der Rezensenten einig ist. Ein Konsens scheint auch darüber zu bestehen, dass der Purgenuss ein Muss ist.

Negativ äußern sich 9% der Rezensionen über das Produkt Ron Zacapa 23 Centenario Sistema Solera.

Die betreffenden Nutzer vergeben 1-2 Sterne aus diesen Gründen:

  • Hoher Preis
  • Zu scharf
  • Sprittig, schmeckt zu sehr nach Alkohol
  • Überbewertet
  • Hoher Zuckerzusatz
  • Seltsame Qualitätsschwankungen

Die Kritikpunkte betreffen den Preis, der im Vergleich zu anderen Bestseller-Rumsorten erhöht ausfällt, den Zuckerzusatz, der durchaus branchenüblich ist (du kannst dir auch gerne unseren Artikel „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“ im Ratgeber durchlesen) und den Geschmack, der sehr subjektiv sein kann oder aber mit genannten Qualitätsschwankungen zu tun haben könnte.

Tatsache ist, dass es wohl beim Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum unterschiedliche Versionen gibt beziehungsweise es sich Geschmacksunterschiede ergeben haben zwischen früheren Flaschen und der heutigen Version.

Da der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum ein spezieller Blend ist, ein sogenannter Solera Blend, ist eine gleichbleibende Qualität besonders schwierig zu erreichen. Der Master Blender muss entscheiden wie lange verschieden anteilige Destillate in verschiedenartigen Fässern verbleiben, bis sie ins nächste wandern.

Laut Aussagen der Master Blenderin der Destillerie Licorera Zacapaneca, Lorena Vásquez, hat jeder Jahrgang und jedes Fass seine eigene Charakteristik und der Geschmack des Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rums kann jedes Jahr ein wenig variieren.

FAQ
Welches sind die Maße der Flasche?

Die Höhe beträgt ca. 27.5 cm und der Durchmesser beträgt an der breitesten Stelle ca. 9 cm.

Wird der Rum aus Melasse hergestellt?

Nein! Der Zacapa 23 Centenario Sistema Solera Rum wird aus dem Saft des frisch gepressten Zuckerrohrs hergestellt, was ziemlich ungewöhnlich für einen Rum aus Lateinamerika ist, da die dortigen Rum-Sorten normalerweise auf Melasse basieren.

Hat das Band, welches um die Flasche gewickelt ist, eine Bedeutung?

Das Band ist ein sogenanntes Petate-Band, eine handgeknüpfte Banderole aus den Blättern der Königspalme. Es ist das Markenzeichen der Ron Zacapa-Flaschen.

Platz 3: Botucal Reserva Exclusiva Rum

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum gehört in Deutschland zu den populärsten Rum-Sorten für ein pures Prickeln auf der Zunge. Er überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich zudem für Einsteiger ins Rum-Segment.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum ist das Aushängeschild der venezolanischen Destillerie Unidas.

Interessanterweise wird er allerdings nur auf dem deutschsprachigen Markt als „Ron Botucal“ bezeichnet. In seinem Ursprungsland Venezuela und allen restlichen Ländern der Welt ist er als Ron Diplomatico Reserva Exclusiva Rum bekannt. Zurückzuführen ist dieser kuriose Umstand auf Aldi und dessen Namensrechte an der hauseigenen Weinbrand-Marke Diplomat.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum ist ein auf Melasse und Virgin Cane Honey (= Sirup von Zuckerrohr) basierender brauner Rum.

Er ist eine besonders einzigartige Mischung aufgrund seiner Zusammensetzung aus leichten und schweren Destillaten (= Blend), die vorher mindestens 12 Jahre in ehemaligen Bourbon-Whiskeyfässern aus amerikanischer weißer Eiche gereift sind.

Die leichten Destillate, die 20 % des Endresultats ausmachen, kann man auf die Herstellung durch das kontinuierliche Column Still-Verfahren zurückführen. Sie werden in den oberen Reihen (= wärmeren Reihen) der Lagerhäuser aufbewahrt.

Die schweren Destillate, die 80 % zum Ergebnis beitragen, werden mithilfe der deskontinuierlichen Pot Still-Methodik destilliert. Ihre Lagerung findet in den unteren (= kälteren) Bereichen der Lagerhäuser statt. Wie genau diese Herstellungsarten vonstattengehen, findest du in unserem ausführlichen Kaufkriterien-Katalog.

Das Endergebnis enthält 40 % Alkoholgehalt. Dies entspricht der Trinkstärke der meisten verkauften Rumflaschen in Deutschland.

Qualitätsmerkmale

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum kann als Premium Rum bezeichnet werden, da er 12 Jahre reifte.
Dies erkennst du auch an der Bezeichnung „Reserva Exclusiva“.

Er gehört zu den meist ausgezeichnetsten Rum-Sorten weltweit.
In den Jahren 1996-2015 hat er mehr als 20 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei internationalen Rum-Festivals und Verkostungen errungen, darunter Goldmedaillen vom „Beverage Testing Institute“, beim „Rum XP Miami“, beim „UK Rum Fest“ und beim „International Cane Spirits Festival“.

Geschmack / Verwendung

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum ist vor allem für Rumliebhaber geeignet, die die etwas süßere Variante bevorzugen. Am besten eignet er sich für den Purgenuss und sollte bei Zimmertemperatur getrunken werden, um eine Ausbreitung der starken Aromen zu ermöglichen. Sieh auch mal in unsere Trivia mit Tipps zum Thema „Wie wird Rum getrunken?“.

Der Botucal Reserva Exclusiva Rum eignet sich durchaus auch für den einen oder anderen Cocktail. Allerdings wird nicht jede Kombination erfolgversprechend sein, da der Botucal ein weicher, aber auch schwerer und vollmundig fruchtiger Rum mit ausgeprägten Aromen ist.

Auf der Webseite des Ron Diplomático kannst du dir Anregungen für ein gelungenes Cocktailrezept holen; so werden hier die Cocktails Old Fashioned, Manhattan und Savoy Daisy vorgeschlagen.

Kundenbewertungen
Der Botucal Reserva Exclusiva Rum wird von 89% aller rezensierenden Nutzer als positiv bewertet.

Besonders gelobt werden hierbei:

  • Weicher, süßer, sanfter Geschmack
  • Perfekt zum pur trinken
  • Vielfalt an Aromen
  • Einsteiger-Rum
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Besonders hervorheben möchten wir das gute Preis-Leistungsverhältnis und dass der Rum sich perfekt für Neulinge auf dem Gebiet des Rums eignet. Das betrifft sowohl seine Weichheit und Milde als auch den Purgenuss.

Manche Nutzer gehen so weit zu sagen, dass der Botucal Reserva Exclusiva Rum Suchtpotential hat. Aber über den Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, wozu wir auch gleich bei den als negativ erachteten Punkten wären.

Als negativ bewertet wird der Botucal Reserva Exclusiva Rum derzeit von 7% der Rezensierenden.

Diese geben nur 1 bis 2 Sterne aus den folgenden Gründen:

  • Brennen im Abgang
  • Enthält viel Zucker, „Zuckerwasser“
  • Eher ein Likör als ein Rum
  • Massenware
  • Keine Altersangabe auf der Flasche
  • Nichts Außergewöhnliches

Einige der Kritikpunkte dürften sehr subjektiv sein, da jedermanns Geschmack nun mal etwas sehr Individuelles und Eigenes ist.

Trotzdem wirst du dich mit einigen anderen Kritikpunkten auseinandersetzen und wirst mit dir selber ausmachen müssen, inwiefern es dich in deiner Kaufentscheidung beeinflusst. Die Kritik, dass Zucker im Rum enthalten ist und dies nicht auf dem Etikett vermerkt worden ist, ist durchaus berechtigt. Du kannst auch gerne in unserem Ratgeber-Artikel „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“ nochmal nachlesen.

FAQ
Nach was riecht der Botucal Reserva Exclusiva Rum?

Die Meinungen der Nutzer gehen diesbezüglich etwas auseinander. Einige sind der Meinung, dass er scharf und brennend riecht, andere wiederum geben an, der Botucal hätte einen süßlichen, malzigen und angenehmen Geruch.

Wie sind die Maße der Rumflasche?

Die 700ml-Flasche ist ca. 22 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 10 cm.

Was bedeutet Botucal?

Der Name Botucal stammt von dem Wort „botuka“ ab, welches mit „grüner Hügel“ übersetzt werden kann. Es bezieht sich auf eine gleichnamige Hacienda, wo ein Teil des Zuckerrohrs für die Herstellung des Botucal Reserva Exclusiva Rums angebaut wird.

Platz 4: Don Papa Rum

Der Don Papa Rum ist ein spezieller Rum, nicht nur was seine Herkunft von einer philippinischen Insel angeht, die Sugarlandia genannt wird. Man könnte auch sagen, dass „Sugarlandia“ ein passendes Wort für die Liebhaber seiner Sorte ist. Diese sollten betonten Vanilletönen und likörartigen Aromen aufgeschlossen gegenüberstehen.

Für echte Rumkenner und Connoisseur-Zungen ist der Don Papa Rum eher weniger geeignet; er ist bisher ein Underdog geblieben. Im gleichen Preissegment begegnen dir durchaus höherwertige Klasse-Marken, die auch für Neueinsteiger besser taugen, um einen unverfälschten Rum zu erschmecken.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Don Papa Rum stammt aus den Philippinen und wird von der kleinen philippinischen Destillerie La Tondeña Distilleria (Bago Inc) gebrannt.

Sein Ursprung liegt auf der Insel Negros, die auch als „Zuckerinsel der Philippinen“ bezeichnet wird und größtenteils für den Anbau von Zuckerrohr genutzt wird.

Der Don Papa Rum ist dem philippinischen revolutionären Freiheitskämpfer Papa Isio gewidmet, der als Vorarbeiter auf einer Zuckerrohrplantage arbeitete, bevor er erfolgreich gegen die spanische Kolonialmacht kämpfte und zur Unabhängigkeit seines Landes beitrug.

2011, 100 Jahre nach dem Tod von Papa Isio, gründete ein ehemaliger Manager von Rémy Cointreau die Bleeding Heart Rum Company, die mit dem philippinischen Destiller den Don Papa Rum ins Leben gerufen hat und für die Produktion verantwortlich ist. Seit 2012 gibt es die ersten Abfüllungen.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der braune Melasse-Blended Rum Don Papa stammt aus exklusiven Zuckerrohrarten, die auf fruchtbarem vulkanischem Boden gedeihen und nur auf Negros angebaut werden. Man hört deswegen auch den Begriff „Single Island Rum“.

Nach der kontinuierlichen Column Still-Destillation wird er 7 Jahre in amerikanischen Bourbon Whiskey-Eichenfässern zu Füßen des aktiven Vulkans Mount Kanlaon gelagert.

Der Don Papa Rum wird in kleinen Chargen/ Mengen, sprich im Small Batch, hergestellt und nach der Reifung erfolgt das Blending von mehreren Einzeldestillaten durch den Master Blender. Das Ergebnis wird anschließend durch eine Holzkohlefilterung gereinigt.

Er wird mit einer Trinkstärke von 40 % abgefüllt.

Qualitätsmerkmale

Der Don Papa Rum ist ein Aged Rum, der noch relativ neu auf dem Markt ist (seit 2012). Er gehört in Deutschland zu den Bestsellern unter den Rums, hat aber noch keine Medaillen oder offizielle Bewertungen erhalten.

Auf der San Francisco World Spirits Competition 2013 wurde er jedoch mit einem Double Gold für das Design seiner Flasche ausgezeichnet.

Auch auf der Paris Cocktail Spirits Show erhielt er eine Auszeichnung für das Design.

Die eigens designte Flasche stammt aus Frankreich, der Korken aus Portugal, das Etikett aus Italien und das Ganze wurde von einer New Yorker Designagentur kreiert.

Geschmack / Verwendung

Der Don Papa Rum sticht durch eine intensive Süße, Milde, Aromenfülle und Fruchtigkeit hervor und eignet sich wohl am besten für Rumtrinker, die einen süßen Zahn haben und auf der Schiene der Süß-Rums fahren.

Kritiker bemängeln, dass er als Spiced Rum deklariert werden müsste, da ihm anscheinend Vanillin und künstliche Aromen zugefügt werden.

Er kommt sowohl zum Pur trinken infrage, aber auch für das Mischen von Mixgetränken. Hierfür eignen sich hervorragend karibische Cocktails wie der Daiquiri. Auf der Webseite des Don Papa empfiehlt man einen Old Fashioned und einen Darker Don.

Kundenbewertungen
Der Don Papa Rum wird von 70% der Rum trinkenden Nutzer für positiv erachtet und sie vergeben 4-5 Sterne.

Gründe hierfür sind:

  • Purgenuss
  • Mild, weich und süß
  • Vanillenote
  • Flasche ansprechend

Hervorzuheben ist, dass annähernd jeder der Rezensierenden, auch die, die negativ urteilen, das Flaschendesign ansprechend finden. Dies bestätigt auch die Auszeichnung, die der Don Papa Rum 2013 auf der San Francisco World Spirits Competition dafür erhalten hat.

Nicht leugnen lässt sich, dass allen positiven Meinungen eine Vorliebe für Geschmackserlebnisse der süßen Sorte zu Grunde zu liegen scheint.

21% der Rezensenten im Internet mahnen das Produkt ab.

Sie vertreten eine 1-2-Sterne-Bewertung vor allem aus diesen Gründen:

  • Zu stark aromatisiert
  • Eher Rumlikör als Rum
  • Hat mit Rum nichts zu tun
  • Um ein Vielfaches übersüßt
  • Künstlich & speziell
  • Aufdringliche Parfümierung
  • Außen hui, innen pfui
  • Fehlgriff
  • Schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis

Wer sich für den Papa Rum interessiert, für den führt kein Weg daran vorbei, sich mit diesen negativen Punkten auseinander zu setzen. Es ist nichts Neues, dass sich in der Rum-Branche heimlicher Zuckerzusätze bedient wird, aber beim Don Papa scheint das auch für künstliche Aromastoffe der Fall zu sein. Lies auch mal in unserem Ratgeber-Artikel „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“.

In derselben Preisklasse findest du reichlich Alternativen, die weniger an Likör erinnern und hochwertige Rum-Sorten der internationalen Spitzenklasse darstellen.

FAQ
Ist dieser Rum empfehlenswert für bekennende Liebhaber von Havanna 7 Rum?

Die Geschmäcker bzw. Aromen sind vollkommen verschieden. Den Havanna 7 Rum zeichnen eher würzige Holzaromen aus, während der Don Papa Rum fruchtig-vanillig daherkommt.

Wird die Flasche in einer Geschenkdose geliefert?

Nein, sie wird nur mitsamt eines Kartons geliefert.

Stimmt es, dass Don Papa den Wiederaufbau der Region, die vom Tayfun Haiyan 2013 getroffen wurde, unterstützt?

Das stimmt! Ein Euro pro Flasche wird für den Wiederaufbau der Katastrophengebiete an der Nordostküste der Philippinen gespendet.

Platz 5: Dos Maderas PX Rum

Beim Dos Maderas PX Rum handelt es sich eigentlich um mindestens „drei Hölzer“ und nicht um „zwei Hölzer“ (= „dos maderas“), wie der Name es sagt.

Aufgrund seiner Dreifachlagerung in drei verschiedenen Ländern, inklusive dem Finish in einem andalusischen Sherry-Haus, kann man beim Dos Maderas PX Rum von einem besonderen und eigenartigen Rum sprechen, der etwas komplett Neuartiges auf dem Rum-Markt ist!

Der Dos Maderas PX Rum ist eine außergewöhnliche Rum-Sherry-Kombination, perfekt für alle, die etwas Neues probieren möchte, das nicht in die Richtung der übersüßten Rum-Marken geht. Wenn man seinen aufwendigen Reifeprozess in Betracht zieht, ist der Preis genauso außergewöhnlich gut.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

An einer Flasche des Dos Maderas PX Rums sind wahrhaftig 3 verschiedene Länder und mindestens 3 verschiedene Brennereien beteiligt.

Der Rum hat seinen Ursprung in den karibischen Ländern Barbados und Guyana; die End-Fertigstellung findet aber in Spanien in Jerez de la Frontera im Sherry-Haus Williams & Humbert statt.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Dos Maderas PX Rum ist ein brauner Solera Blended Rum. Er durchläuft einen speziellen dreistufigen Alterungsprozess, auch Triple Ageing genannt.

Dabei werden zunächst verschiedene ausgesuchte, hochwertige Einzeldestillate sowohl auf Barbados als auch im südamerikanischen Guyana 5 Jahre in amerikanischen Bourbon Whiskey-Eichenfässern gelagert.

Danach reisen diese ins andalusische Jerez, wo die 2. Reifungsphase in Palo Cortado-Sherryfässern stattfindet, in denen vorher 20 Jahre der „Dos Cortados“-Sherry reifte. Nach weiteren 3 Jahren geht es zur 3. Reifungsphase über und der Rum wird nochmal 2 Jahre in Sherryfässern des 20-jährigen Pedro Ximénez „Don Guido“ gelagert.

Der Pedro Ximenez-Rebsorte ist auch das PX im Namen des Dos Maderas PX Rums zu verdanken.

Angewendet wird das dem Sherry typische Solera-Verfahren, bei dem junge und alte Destillate einen Fässer-Parcours durchlaufen und verschiedenartig miteinander vermischt werden.

Der Dos Maderas PX Rum wird mit einem Alkoholgehalt von 40 % abgefüllt.

Qualitätsmerkmale

Der Dos Maderas PX Rum ist ein Premium-Rum. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet zwischen 2008 und 2016.

Darunter waren Goldmedaillen bei der San Francisco World Spirits Competition, beim Beverage Testing Institute, beim Rum Festival in Miami und bei der International Rum Conference in Madrid.

Geschmack / Verwendung

Vanille, Sherry-Aromen, Holznuancen, milde und weiche Geschmacksnoten zeichnen den Dos Maderas PX Rum aus, der alles andere als einen alltäglichen Geschmack hat.

Durch die Lagerung in Spanien und die langsamere Reifung (aufgrund der niedrigeren Luftfeuchte), die ein Aufnehmen von Aromen der Holzfässer begünstigt, bekommt er eine deutliche Sherry-Note.

Pur getrunken entfalten sich seine vielen Aromen, seine Komplexität und die hohe Qualität, die eher Kenner als wie Rum-Neulinge herausschmecken können. Aber auch für Longdrinks und Cocktails ist er der perfekte Partner, da sein Geschmack nicht untergeht und dominant bleibt. Auf der Webseite des Dos Maderas PX Rums werden Cocktail-Empfehlungen gegeben.

Kundenbewertungen
Die Bewertungen der Kunden fallen für den Dos Maderas PX Rum überaus positiv aus. 84% vergeben dabei 4-5 Sterne.

Überzeugt sind sie aus diesen Gründen:

  • Sehr viel Aroma
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Mild, angenehm zu trinken
  • Nicht zu süß
  • Geeignet für Whisky-Trinker, da ein bisschen trocken und rauchig
  • Rum und Sherry perfekt vereint
  • Lässt sich nicht mit anderen Rum-Sorten vergleichen, besonders, eigen

Besonders bemerklich ist hier die weit verbreitete Meinung, dass dieser Rum mal „etwas anderes“ ist und aus der Reihe tanzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Rum-Sorten wird hier auch keine extreme Süße bzw. überhaupt eine Süße bemängelt; er scheint viele Rum-Connoisseure (und sogar Whisky-Trinker) anzusprechen, die nicht mit der süßen Zunge in den Rum gefallen sind.

Nicht überzeugen kann der Dos Maderas PX Rum 10% der Nutzer, die den Rum nur mit 1-2 Sternen bewerten.

Diese haben vor allem zu bemängeln:

  • Sherrygeschmack zu stark
  • Nicht süß genug
  • Nichts für Liebhaber milder und süßer Rumsorten

Wie schon in den positiven Kommentaren deutlich (und diesmal scheinen Befürworter und Kritiker sogar einer Meinung zu sein!), eignet sich der Dos Maderas PX Rum definitiv nicht für die Dessert-Rum-Liebhaber und außerdem musst du auf den Sherry-Geschmack zurechtkommen.

FAQ
Ist der Rum süß?

Laut unabhängigen Untersuchungen, deren Resultate man im Internet finden kann, ist er zwar gezuckert, wie auch so viele seiner Zeitgenossen, aber man schmeckt bei ihm die Süße nicht heraus, da sich viele Bitterstoffe im Rum befinden und sich das ausgleicht. Wer süße Rums mag, liegt hier eher falsch.

Werden dem Rum Farbstoffe beigefügt?

In Deutschland gibt es eine Regelung, die besagt, dass zugefügte Farbstoffe auf der Flasche deklariert werden müssen.

Man kann davon ausgehen, dass der Hersteller keine Farbstoffe benutzt hat, da auf der Flasche keine derartige Kennzeichnung vorliegt, aber im Endeffekt weiß das nur der Hersteller selbst. Die dunkle Farbe des Rums kommt von der 5-jährigen Reifungsphase in spanischen Sherryfässern.

Nach was riecht der Dos Maderas PX Rum?

Er duftet angenehm nach Holz, Melasse und Karamell. Der Geruch erinnert etwas an Süßwein.

Platz 6: Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum

Der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum ist, wie sein Name schon sagt, eine venezolanische Traditionsmarke, die in dieser Preisklasse ordentlich Dampf macht (Pampero = südamerikanischer Pampa-Wind). Neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist er auch vielseitig einsetzbar, sprich kann Verfechter des Purgenusses als auch Cocktailmixer überzeugen.

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum kommt aus Venezuela und ist der Destillerie Complejo Licorero Ponche Crema zuzuschreiben.

Er wurde der Brennerei Industrias Pampero, die den Rum bis zum Jahre 2000 produzierte, zu ihrem 26-jährigen Jubiläum 1963 gewidmet.

Pampero bedeutet wortwörtlich „Pampa-Wind“ und ist ein starker Wind/ Sturm, der von Argentinien bis nach Venezuela über die südamerikanische Prärie fegt.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum ist ein goldener Blended Rum aus Melasse, der dreimal im Column Still destilliert wird und dann in ehemaligen Bourbon Whiskey- und Sherry-Eichenfässern lagert. Die Reifung beträgt bis zu 4 Jahre.

Die Endabfüllung des Blends aus 2-4-jährigen Einzeldestillaten enthält einen Alkoholgehalt von 40 %.

Qualitätsmerkmale

Die Auszeichnungen des Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rums können sich sehen lassen (1999-2015): mehrmals Gold auf der World Spirits Competition, Gold beim International Rum Fest, Silber auf dem Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) und Silber bei der International Rum Conference in Madrid.

2007 wurde er außerdem zum weltbesten Rum auf der World Spirits Competition gekürt.

Geschmack / Verwendung

Der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum ist ein weicher, trockener, aber auch süßer und würzig-nussiger Rum.

Du kannst ihn getrost pur zu dir nehmen und wirst ein hochwertiges Trinkerlebnis haben, aber er ist auch nicht zu schade, Bestandteil eines guten Longdrinks oder Qualität-Cocktails zu sein.

Er schmeichelt in Long Drinks mit Ginger Ale, Ginger Beer oder Cola und verleiht auch so manchem Cocktail eine gewisse Klasse. Auf der Webseite des Ron Pampero findest du einen guten Tipp einen Old Fashioned zu zaubern.

Kundenbewertungen
Eine Mehrheit der Nutzer (80%) befindet den Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum für positiv und vergibt 4-5 Sterne.

Ausschlaggebend sind:

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Zum Mixen und Pur trinken
  • Schöne Verpackung mit Lederbeutel
  • In diesem Preissegment eines der besten Rums, die es gibt
  • Weich, sanft, angenehm und aromatisch
  • Einsteiger-Rum

Betonen wollen wir das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die Bewertung, dass sich der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum als Einsteiger-Rum eignet. Beides ergänzt sich auch ganz gut und man kann nichts falsch machen, sich als Neuling für diesen günstigen Rum zu entscheiden.

14% der Rezensierenden äußern sich kritisch dem Produkt gegenüber und vergeben nur 1-2 Sterne.

Für besonders negativ wird erachtet:

  • Qualitätsunterschiede von vergangenen Versionen und der heutigen Version
  • Geschmack variiert von Flasche zu Flasche
  • Scharf und sprittig
  • Ungenießbar

Einige der Kommentare können als subjektiv angesehen werden, da für den einen „holzig und herb“ für den anderen „fruchtig und weich“ bedeutet.

Du musst dich allerdings mit der Kritik auseinandersetzen, dass es bei diesem Rum im Laufe der Jahre eventuell Inhaltsunterschiede gegeben haben könnte, die, sagen wir mal, der Qualität nicht zugutekommen. Andererseits reden wir von gerade mal 5 % aller Rezensierenden, die den Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum aus diesem Grund abmahnen.

FAQ
Welches Alter hat der Rum?

Der Rum besteht aus einem Blend von 2-4-jährigen Einzeldestillaten, die nach der Lagerung miteinander vermischt werden.

Wie wird der Rum verschickt?

Der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum wird in einer 0.7l-Flasche in einem Lederbeutel verschickt.

Ist der Hersteller Complejo Licorero Ponche Crema auch für den Vertrieb zuständig?

Nein, der Pampero Aniversario Reserva Exclusiva Rum wird nur auf den Betriebsflächen der Destillerie Complejo Licorero Ponche Crema produziert, aber er gehört dem multinationalen Konzern Diageo. Dieser ist auch für die Vermarktung und den Vertrieb zuständig.

Platz 7: Pyrat XO Reserve Rum

Der Pyrat XO Reserve Rum hat seit einigen Monaten still und heimlich den Namen geändert und nennt sich von nun an Pyrat XO Reserve Premium Caribbean Spirit!

Damit gibt der Hersteller zu, dass es sich nicht um einen Rum, sondern einen Spiced Rum handelt, dem Aromen hinzugefügt werden. Die Frage ob du Orange/ Orangengeschmack magst, ist gleichzeitig auch die entscheidende Frage, ob du diesen Rum mögen wirst oder nicht! Diejenigen, die ihn jedenfalls aufgrund seiner herben Süße und den Orangetönen mögen, lieben ihn regelrecht!

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Pyrat XO Reserve Rum gehört der „The Patron Spirits Company“ aus den USA.
Für die Produktion und Destillierung war von 1996 bis 2010 die Anguilla Rums Company auf den Kleinen Antillen verantwortlich.

Seit 2010 ist die Demerara Destillerie in Guyana mit ihrer Diamond Bottling Plant für die Herstellung zuständig.

Der Blend, der letztendlich von der Demerara Destillerie in Guyana gemischt wird, stammt außerdem aus Einzeldestillaten verschiedener Regionen der Karibik.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Pyrat XO Reserve Rum ist ein brauner Blend und gleichzeitig ein Spiced Rum, dessen Einzeldestillat-Bestandteile aus Melasse stammen.

Außerdem handelt es sich um 9 verschiedene Einzeldestillate unterschiedlicher Länder der Karibik, die größtenteils in Pot Stills destilliert werden. Deren Reifung variiert stark und kann alles, was einen Zeitraum zwischen 3 und 15 Jahren umfasst, sein. Die Lagerung findet in französischen Holzfässern aus Limousin-Eiche und amerikanischen Holzfässern aus Weißeiche statt.

Die karibischen Einzeldestillate machen sich dann allesamt auf den Weg nach Guyana, um dort miteinander vermählt zu werden, inklusive eines aus der eigenen Brennerei stammenden 2-jährigen Demerara Rums.

Danach steht noch eine letzte Nachreifephase in Limousinfässern und amerikanischen Eichenfässern an, bevor der Pyrat XO Reserve Rum mit einer Trinkstärke von 40 % abgefüllt werden kann.

Seit kurzem weiß man auch, dass es sich nicht nur um einen Blend, sondern um einen Spiced Rum handelt, denn der Hersteller bekennt sich auf dem Etikett der Flasche dazu, dass natürliche Aromen beigefügt werden.

Qualitätsmerkmale

Der Pyrat XO Reserve Rum ist ein Premium Blend aus bis zu 15 Jahre lang gelagerten Einzeldestillaten.

2007 und 2008 gewann der Pyrat XO Reserve Rum eine Silber- und eine Goldmedaille bei der „Ministry of Rum Tasting Competition“.

Geschmack / Verwendung

Der Pyrat XO Reserve Rum darf einen herb-süßen Geschmack kombiniert mit ausgeprägten Orangentönen sein eigen nennen.

Nicht nur aufgrund seiner schweren sirupartigen Konsistenz könnte man ihn eher als Dessert-Rum oder (Orangen-)Likör-Rum bezeichnen.

Der Pyrat XO Reserve Rum macht sich auch gut als treuer Begleiter für Süßspeisen, Schokolade oder Eiscreme.

Er eignet sich sowohl als Sipping Rum für den Purgenuss, aber er ist auch hervorragend in Cocktails, wie in klassischen Tiki Cocktails oder einem Daiquiri zu gebrauchen.

Kundenbewertungen
Der Pyrat XO Reserve Rum wird von 78% der rezensierenden Rum-Trinker mit einer 4-5-Sterne-Wertung versehen.

Diese erachten ihn als positiv aus diesen Gründen:

  • Mal was anderes, sehr interessant
  • Mild, nicht zu süß
  • Suchtgefahr
  • Fruchtig frische Orangennote
  • Frisch und sommerlich

Hier wollen wir festhalten, dass die Liebhaber des Pyrat XO Reserve Rums definitiv Orange mögen! Wahrscheinlich gibt es auch nichts dazwischen; entweder man liebt ihn oder man liebt ihn nicht.

Dagegen haben 11% der Produktnutzer etwas zu beanstanden.

Was das ist und warum nur 1-2 Sterne vergeben werden, erfährst du hier:

  • Gepanscht, scharfer künstlicher Geschmack nach Orangeat
  • Orangenbombe

Kein Rum, sondern „Spiced Rum“ (auf Flasche steht: „an artisanal blend of rum and natural flavors“)
Auch bei den negativen Beanstandungen scheinen sich die Geister zu scheiden an der Orange/ dem Orangeat und wer diesen Geschmack nicht abkann, der sollte sich nicht an den Pyrat XO Reserve Rum wagen!

Interessanterweise kann man den Kommentaren entnehmen, dass es vor mehr als 2 Monaten eine Änderung im Beisatz der Flasche gegeben hat und nun nicht mehr „Rum“ dort steht, sondern „Premium Caribbean Spirit“ und auf dem Etikett „An artisanal blend of rum and natural flavors“.

Laut der EU-Verordnung darf nämlich Rum nicht aromatisiert werden und anscheinend gibt jetzt der Hersteller zu, dass es sich um einen „Spiced Rum“ bzw. eine „aromatisierte Spirituose auf Rumbasis“ handelt.

Du kannst auch gerne in unserem Ratgeber über das Thema  „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“ lesen und erfährst mehr über die EU-Verordnung.

FAQ
Was bedeutet der Anhänger, der an der Flasche befestigt ist?

Der Anhänger in Metallform ist ein kleiner Glücksbringer, der den Zen-Mönch Hoti verkörpert, den Schutzpatron von kleinen Kindern, Wahrsagern und Barkeepern. Hoti wurde zum Maskottchen des Pyrat XO Reserve Rums.

Ist der Pyrat XO Reserve auch mit dem Namen Planters Gold bekannt?

Der Pyrat XO Reserve wurde vor der Übernahme durch die amerikanische Firma „The Patron Spirits Company“ Planters Gold genannt.

Der Geschichte nach ließ sich der englische Segler CJ Planters auf Anguilla nieder, da er sich in die Tochter eines Zuckerrohrproduzenten verliebt hatte und gründete die erste Destillerie der Insel, auch Destillerie Planters (= Anguilla Destillerie) genannt. Der Planters Rum war geboren! Seit dem Joint Venture mit Patron Spirits wurde die Rumsorte Planters Gold allerdings in Pyrat XO Reserve umbenannt.

Platz 8: El Dorado 12 Rum

Der El Dorado 12 Rum spielt in der Top-Liga der Rumsorten weltweit mit und bietet einen einfachen Einstieg in die Welt des (Süß-) Rums. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist zufriedenstellend und wer ein wenig hinter die Kulissen schaut, wird von der Herstellung des Rums, die einem kleinen historischen Kunstwerk gleicht, fasziniert sein!

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der aus Guyana stammende El Dorado Rum ist die Premium-Marke der Demerara Distillers. Demerara ist gleichzeitig der Name der Region, des Flusses, an dem die Destillerie ihren Sitz hat und des Rohrzuckers aus Guyana.

Von den 300 existierenden Brennereien im 17. Jahrhundert überlebte nur eine einzige, die Diamond Estate Distillery, die 1998 von den Demerara Distillers Limited (DDL) aufgekauft wurde.

Da die DDL nicht nur eigene Marken produziert, sondern auch andere Betriebe mit ihren Destillaten beliefert (z.B. der Pyrat Rum), ist sie der größte Lieferant von Rum in die USA und Europa. Sie hat ein Portfolio von 20 Premium- und Standard-Rum-Sorten.

Die El Dorado-Reihe wurde 1992 eingeführt und der Legende nach der Suche um die goldene Stadt „El Dorado“ gewidmet.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der El Dorado 12 Rum ist ein goldener Blended Rum aus Melasse.

Besonders ist die Herstellung bei Demerara Distillers. Nur die Demerara Distillers beherrschen die Brennkunst aus unterschiedlichen (historischen) Anlagen und sie sind die weltweit einzige Brennerei, die noch mit historischen hölzernen Brennkesseln arbeitet, die sie teilweise von anderen nicht mehr existierenden Destillerien aus Guyana übernommen haben.

Zu den Anlagen gehören der Wooden Coffey Still (letzte Anlage der Welt, stammt aus der ehemaligen Enmore Brennerei), zwei Wooden Pot Stills (über 250 Jahre alt, ein einzelner und ein doppelter, die aus der ehemaligen Port Mourant Destillerie stammen) und zwei French Savalle Stills (18. Jh.). Insgesamt wird auf 9 Stills Rum gebrannt.

Der El Dorado 12 Rum wird im Wooden Enmore Coffey Still, im Diamond Coffey Still aus Metall und dem Double Wooden Pot Still gebrannt. Der Blend besteht aus langjährig gereiften Destillaten. Die Destillate lagern mindestens 12 Jahre in Bourbon Whiskey-Eichenfässern.

Du kannst auch gerne in unserem Kaufkriterien-Ratgeber nochmal nachlesen, welche Herstellungsarten es beim Rum gibt.

Abgefüllt wird der El Dorado 12 Rum mit 40 % Alkoholgehalt.

Qualitätsmerkmale

Der El Dorado 12 Rum gehört zu den Rum-Sorten im Premium-Segment.

Zwischen 1992 und 2015 wurde er unzählige Male ausgezeichnet.

Unter anderem gewann er mehrmals Gold auf der International Wine & Spirit Competition (IWSC), Gold bei den Golden Barrel Awards, Gold beim International Rum Festival, Gold vom Beverage Testing Institute, den Seal of Approval bei der International Spirits Challenge (ISC), mehrmals Gold beim Caribbean Rum Fest und gehörte zur Top 10 Liste der New York Times.

Geschmack / Verwendung

Der Geschmack des El Dorado 12 Rum lässt sich mit würziger Süße, Toffee, einer feinen Eichennote und Gewürzen der exotischen Art gut beschreiben.

Der El Dorado 12 Rum macht sich pur gut im Tumbler und eignet sich aber auch für das Zaubern von leckeren Longdrinks und Cocktails, wie z.B. einem Mai Tai. Auf der Webseite des El Dorados finden sich Cocktail-Anregungen.

Kundenbewertungen
Beim Auswerten der Nutzermeinungen, fällt auf, dass 67% der Käufer im Internet den El Dorado 12 Rum als positiv bewerten.

Darum wird eine 4-5-Sterne-Wertung vergeben:

  • Geschmacklich ausgewogen und mild
  • Für Liebhaber süßlicher, milder Rum-Sorten
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Angenehme Süße, nicht zu scharf
  • Guter Rum für Anfänger

Wie schon bei einigen anderen Rum-Sorten scheint die Frage, ob du den El Dorado 12 Rum mögen würdest, auch wieder an der Grundfrage zu rütteln, ob du Süß-Rum bevorzugst oder nicht.

Hervorzuheben sind allerdings das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und dass sich der El Dorado 12 Rum gut als Einstiegs-Rum eignet.

Im Gegensatz dazu stehen 22% der Rum-Trinker dem Produkt kritisch gegenüber.

Gründe für die 1-2-Sterne-Wertung sind:

  • Zu viel Zucker, deutlich nachgezuckert
  • Sehr stark brennend
  • Stechender Alkoholgeschmack

Geschmäcker können grundverschieden sein und Meinungen über den Geschmack eines alkoholischen Getränks gehen nochmal viel weiter auseinander; was für den einen ein angenehmer milder Rum ist, ist für den anderen ein brennendes Feuerwasser.

Dem Problem der Zuckerzugabe im Rum sind wir bereits auf den Grund gegangen (du kannst gerne hierzu unseren Ratgeber-Artikel „Welche Inhaltsstoffe hat Rum?“ lesen) und du wirst dich damit auseinandersetzen müssen, wenn du dir einen Rum zulegst.

FAQ
Wird dem El Dorado 12 Rum Zucker beigefügt?

Laut unabhängigen Untersuchungen der schwedischen und finnischen Alkoholaufsichten, die im Internet vorgestellt sind, wird dem El Dorado 12 Rum, wie so vielen anderen Rum-Sorten auch, Zucker zugesetzt.

Im Konkreten sind das beim El Dorado 12 Rum 35-40g Zucker pro Liter, was in etwa 12 Stück Würfelzucker entspricht.

Mit welchen anderen Rum-Sorten kann man den El Dorado 12 Rum geschmacklich vergleichen?

Da dem El Dorado 12 Rum reichlich Zucker zugesetzt wurde, kannst du ihn ganz gut mit anderen Süß-Rums vergleichen, die Vanille, Toffee und Eichennoten aufweisen, so zum Beispiel Ron Zacapa.

Welchen Cocktail kann man gut mit dem El Dorado 12 Rum zubereiten?

Gute Cocktail-Varianten wären „El Padrino“ (El Dorado 12 Rum, Amaretto, Limettensaft) und The Royal Batiste (El Dorado 12 Rum, Grand Marnier).

Platz 9: Bacardí Carta Blanca Rum

Der Bacardí Carta Blanca Rum ist ein absoluter Klassiker und es verwundert nicht, dass er zu den meistverkauften weißen Rumsorten weltweit gehört, da Bacardí nun einmal für weltberühmten Rum steht. Er nützt einem Zweck: dem Mischen und Gemischtwerden und das kann er absolut profimäßig, wenn es um Daiquiri, Mojito und Co. geht!

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Bacardí Carta Blanca Rum stammt aus den Fittichen der Bacardí-Familie, dem größten Spirituosenhersteller der Welt, der sich nach 8 Generationen noch in Privatbesitz befindet.

Der Bacardí Carta Blanca Rum gibt es schon seit 1862, seitdem der gebürtige Spanier Don Facundo Bacardí das Unternehmen auf Kuba gründete. 1960 wurden die Bacardís vom Kuba-Regime unrechtmäßig enteignet und verloren ihr gesamtes Eigentum. Sie immigrierten in die USA und fingen auf den Bahamas und dann den Bermudas nochmal von vorne an.

Der Bacardí Carta Blanca Rum an sich wird auf Puerto Rico hergestellt, einer der 38 Produktionsstätten, die die Bacardí-Familie weltweit besitzt.

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der weiße Bacardí Carta Blanca Rum ist ein Blend, der auf Melasse basiert.
Nach einer vierfachen Column Still-Destillation und noch vor der Lagerung, wird eine fünffache Holzkohlefiltrierung (Charcoal Mellowing) vorgenommen.

Die Zusammensetzung der Kohle-Mischung aus Tropenhölzern und Kokosschalen ist Familiengeheimnis und –tradition.

Danach wandern die Destillate in amerikanische Weißeichenfässer und reifen für 1 Jahr. Anschließend findet die Vermischung verschiedener Chargen durch den Master Blender statt und das Finish besteht aus einer dreifachen Filterung, wobei dem gefärbten Rum die leicht bräunliche Farbe entzogen wird.

Die Master Blender werden 10 Jahre lang ausgebildet, bevor sie sich dergleichen nennen und nach geheimen Zusammensetzungen die Destillate miteinander blenden dürfen.

Das Endergebnis wird mit 37.5 % Trinkstärke abgefüllt.

Qualitätsmerkmale

Bacardí ist die meistausgezeichnetste Rum- und Spirituosen-Marke der Welt. In über 150 Jahren erhielt Bacardí mehr als 550 Auszeichnungen für Geschmack, Qualität und Innovation.

Über Auszeichnungen des Bacardí Carta Blanca Rums liegen keine Daten vor.

Geschmack / Verwendung

Der Bacardí Carta Blanca Rum ist bekannt dafür ein leichter, milder, trockener und feiner Rum zu sein. Er ist nicht der aromenreichste und intensivste Rum und bleibt eher neutral.

Umso besser lässt ihn das andererseits wieder aussehen, wenn es um das Mixen geht!
Gut gekühlt ist er erste Wahl für Longdrinks, Cocktail und Co. und da mischt er ganz ordentlich die Bar-Welt auf!

Egal ob Mojito, Cuba Libre, Piña Colada oder Daiquiri; er eignet sich für alle Cocktails, die einen Rumgeschmack benötigen, der sich nicht aufdringlich in den Vordergrund drängt. Auf der Webseite von Bacardí findest du empfohlene Cocktail-Varianten.

Kundenbewertungen
Den Bacardí Carta Blanca Rum bewerten 86% der Rezensenten als positiv und gelungen.

Als ausschlaggebende Gründe für ihre 4-5-Sterne Wertung nennen sie:

  • Perfekter Mix mit Cola
  • Standard in jeder Bar, Basis für alle möglichen Rumcocktails
  • Guter Einsteiger-Rum
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Übliche Qualität von Bacardí

Herausheben wollen wir das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, da es wohl auch immer mal Angebotsaktionen von Bacardí aus gibt. Weiterhin gibt es wohl auch viele Käufer, die Bacardí wegen des guten Namen und der weltweit guten Reputation kaufen.

Als nicht ganz so gelungen empfinden 11% der Produktnutzer den Bacardí Carta Blanca Rum.

Sie vergeben nur 1-2 Sterne, weil:

  • Nichts Besonderes, nur gut für eine Party
  • In dieser Preisklasse gibt es Alternativen, die weitaus besser sind

Hier wollen wir betonen, dass sich der Bacardí Carta Blanca Rum ja auch eher als „Partyrum“ eignet, da er am besten gemischt zum Ausdruck kommt. Was den Preis angeht, gibt es durchaus höherwertige Alternativen für andere Zwecke; allerdings soll er ja auch gar nicht dazu dienen pur getrunken zu werden, sondern ist ein idealer Cocktailrum.

FAQ
Was bedeutet das Fledermaus-Symbol auf der Bacardí-Flasche?

Die Geschichte besagt, dass es sehr viele Fledermäuse unter dem Dach der ersten Destillerie auf Kuba gab. Die Fledermaus war damals ein spanisches Symbol für Glück, Gesundheit und Zusammenhalt und wurde als Maskottchen für Bacardí übernommen.

Welchen Durchmesser hat der Flaschenhals der 1.5 l-Bacardí-Flasche?

Der Flaschenhals misst 2.1 cm innen und 2.8 cm außen.

Ist der Bacardí Superior White Rum das Gleiche wie Bacardí Carta Blanca Rum?

Der Bacardí Carta Blanca Rum war bis 2015 unter dem Namen Bacardí Superior White Rum bekannt. 2015 entwickelte Bacardí neue Flaschendesigns und änderte die Namen dreier Sorten auf ihre ursprüngliche spanische Bezeichnung um.

Gibt es den Bacardí Carta Blanca Rum in verschiedenen Mengen?

Ja! Der Bacardí Carta Blanca Rum wird in Ausführungen von 0.7 l-, 1 l-, 1.5 l- und 3 l-Flaschen verkauft.

Platz 10: Brugal Añejo Superior Rum

Der Brugal Añejo Superior Rum ist nicht der außergewöhnlichste oder spektakulärste der Rum-Sorten, aber vielleicht steckt seine Stärke genau eben in jener Normalität und Geradlinigkeit. Er ist ein echtes Allroundtalent, eignet sich für einen Genuss „on the rocks“ oder in allen denkbaren Longdrink- und Cocktail-Varianten! Und dazu ist sein Preis unschlagbar!

Redaktionelle Einschätzung

Hersteller / Herkunft

Der Brugal Añejo Superior Rum stammt aus der Dominikanischen Republik und befindet sich in 5. Generation in Besitz der Familie Brugal.

1888 wurde die Firma von Don Andrés Brugal Montaner gegründet, der aus Spanien in die Dominikanische Republik auswanderte und auf den die Rumherstellung in der Dominikanischen Republik zurückzuführen ist. Alle oberen Positionen werden bei Brugal nur von Mitgliedern der Familie besetzt und es wird nach alter Familienrezeptur gearbeitet.

Brugal gehört zu den „Drei B“, den drei größten dominikanischen Rum-Brennereien (Brugal, Barceló und Bermudez).

Art / Farbe / Herstellung / Fassreife / Lagerung / Alkoholgehalt

Der Brugal Añejo Superior Rum ist ein brauner Blended Rum. Brugal hat interessanterweise keine eigenen Zuckerrohrplantagen und kauft die Melasse von regionalen Anbietern. Diese wird im Column Still zweifach destilliert.

Anschließend werden die Destillate in amerikanischen Bourbon-Whiskeyfässern bis zu 5 Jahre gelagert.

Nachdem der Master Blender die Einzeldestillate miteinander vermischt hat, werden diese mit einem Alkoholgehalt von 38 % abgefüllt.

Qualitätsmerkmale

Wie im Namen schon vermerkt, wird der Brugal Añejo Superior Rum als Aged Rum (= añejo im Spanischen) bezeichnet.

Er gewann 2003 Silber auf der San Francisco World Spirits Competition.

Geschmack / Verwendung

Der Brugal Añejo Superior Rum ist kein extravaganter Rum und er ist weniger komplex als andere Rum-Sorten, aber er ist einfach, geradlinig und zugleich hochwertig (vor allem für seine Preisklasse!).

Er ist der perfekte Rum zum Mixen und ist einer der Favoriten unter Barkeepern und Bestandteil vieler Bars und Restaurants.

Beim Mixen beweist er Vielseitigkeit: er macht sich gut in einer Rum-Cola, mit Ginger Ale, „on the rocks“ und verfeinert jeden Cocktail. Auf der Webseite des Brugal-Rums findest du gute Cocktail-Ideen.

Kundenbewertungen
Wenn man sich die Käufermeinungen im Internet ansieht, kommt ein Ergebnis von 69% an positiven Stimmen über den Brugal Añejo Superior Rum heraus.

Das gefällt den Nutzern am Brugal Añejo Superior Rum und deswegen vergeben sie 4-5 Sterne:

  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Der mit Abstand beste Rum für Cola
  • Milder Rum mit guten Aromen
  • Besser als manch teurer Rum
  • Auch zum Pur trinken empfehlenswert
  • Man kann nichts falsch machen mit diesem Rum

Bemerkenswert bei diesen Kommentaren ist das extrem gute Preis-Leistungs-Verhältnis und dass du mit diesem Rum nichts falsch machen kannst! Es gibt auch viele Meinungen, die bestätigen, dass du ihn durchaus pur genießen kannst und er qualitativ immer noch besser schmeckt als manche Rum-Sorte ab 30 Euro aufwärts.

Ein geringerer Teil der Rezensenten (25%) hat sich als Kritiker des Brugal Añejo Superior Rums herausgestellt.

Explizite Gründe für die 1-2-Sterne-Bewertung sind:

  • Geschmack furchtbar, eigenwillig
  • Wenig Aromen
  • Maximal zum Mixen geeignet

Geschmack kann bekanntlich individuell sehr verschieden sein und der Rum eignet sich in der Tat besser zum Mischen in Longdrinks oder Cocktails. Für den Purgenuss eines Rums gibt es bessere (aber zugleich viel teurere) Alternativen.

FAQ
Wie kann man den Geschmack des Brugal Añejo Superior Rum mit dem von Havanna Club vergleichen?

Der Brugal Añejo Superior Rum hat einen ausgeprägteren Fruchtgeschmack, der so beim Havanna Club-Rum eher nicht zu finden ist und dafür hat letzterer eine deutlichere Karamellnote.

Kann man den Brugal Añejo Superior Rum auch pur trinken?

Der Brugal Añejo Superior Rum wird bevorzugt zum Mischen von Mixgetränken genommen, aber es spricht nichts dagegen ihn auch pur zu genießen. Es gibt durchaus positive Kommentare von Käufern zum Purgenuss des Brugal Añejo Superior Rums.

Gibt es Verköstigungen des Brugal Añejo Superior Rums?

In der Brugal-Destillerie in Puerto Plata/ Dominikanische Republik finden 30-minütige Führungen (5 US-Dollar) mit zwei Rum-Verkostungen statt. Diese können auch auf Deutsch durchgeführt werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Rumflasche kaufst

Was ist der Unterschied zwischen weißem und braunem Rum?

Neben Weißem und Braunem Rum gibt es außerdem noch Gold Rum. Die Unterschiede beziehen sich hierbei auf die Zeit der Lagerung und Reifung. Man kann sagen, dass Weißer Rum, auch White Rum oder Light Rum im Englischen und Blanco im Spanischen genannt, entweder ungelagert oder nach einer kurzen mehrmonatigen Lagerung abgefüllt wird.

Brauner Rum, der auch als Aged Rum oder Dark Rum im Englischen bezeichnet wird, wird einem mehrjährigen Reifeprozess unterworfen. Gold Rum, im Englischen auch Amber Rum genannt, bildet das Mittelstück zwischen dem Blanco und dem Dark Rum.

Holzfass

Hochwertiger Rum wird ähnlich wie Tequila und Whisky für einen bestimmten Zeitraum in einem Holzfass gelagert, um dem Destillat die Schärfe zu nehmen und zusätzliche Aromen beizufügen. Rum wird üblicherweise mehrere Jahre in Eichenfässern gelagert. (Foto: givaga / 123RF)

Welche Inhaltsstoffe hat Rum?

Die Zusammensetzung der folgenden fünf Stoffe bestimmt die Basis des Rum-Destillats: Melasse aus Zuckerrohr (oder Zuckerrohrsaft), Wasser, Skimming, Dunder und Hefe.

Beim Herstellungsprozess wird die Melasse mit Wasser, Skimming (Schaum, der bei der Zuckerproduktion entsteht) und Dunder (Rückstände aus früheren Gärprozessen, die Säuren enthalten) verdünnt und ergibt zusammen die Maische, die die Grundlage für den Destillierungssprozess bildet.

Da Rum keine geschützte Herkunftsbezeichnung hat und die Rum-Herstellung keinem Regelwerk unterliegt und keine Qualitätskontrollen stattfinden (außer bei Rhum Agricole), kann es vorkommen, dass unter den Herstellern etwas getrickst wird.

Hierbei handelt es sich um das Beitun von Zusatzstoffen, die in den Ursprungsländern nicht deklariert werden müssen und im europäischen Raum nicht mehr nachgewiesen werden können oder nicht beachtet werden.

Dazu gehören vor allen Dingen Glycerin (macht den Rum bekömmlicher und mildert die Alkoholschärfe), Zucker (dadurch wird der Rum süßer und milder) und Vanillin. Vor allem durch Zucker entsteht der Eindruck, dass der Rum „älter“ schmeckt und eine längere Reifung hinter sich hat, als dies tatsächlich der Fall ist.

Grund für die Zugabe ist das Ziel, den Rum für den Massenmarkt angenehmer und gefälliger zu machen. Und die Formel scheint auch aufzugehen: die meist verkauften, bekanntesten und meist gelobten Rum-Sorten in Deutschland sind ausgerechnet jene, denen höchstwahrscheinlich große Mengen an Zucker zugefügt wurden.

Alleine aus der Fasslagerung können diese Mengen nicht stammen. 2013 wurde eine Untersuchung der schwedischen und finnischen Alkoholaufsichtsbehörden publik, die über 800 Rum-Flaschen untersuchten und dabei erhebliche Zuckermengen fanden.

Was die EU-Verordnung angeht, bleibt festzuhalten, dass es beim Rum gesetzlich sogar erlaubt ist Zucker beizufügen (im Gegensatz zum Beispiel zum Whisky!). Es heißt, dass „der endgültige Geschmack vom Hersteller bestimmt wird“. Deklariert wird dies allerdings vom Hersteller nicht. Eine Höchstgrenze an Zucker hat die EU bisher auch versäumt einzuräumen.

Erlaubt ist es auch mit Zuckercouleur nachzufärben, um die „Farbe anzupassen“. Bei Zuckercouleur besteht allerdings eine Deklarationspflicht, da es zu den Farbstoffen gehört. Trotzdem hält sich nicht jeder Hersteller an diese Regel.

Glycerin wird im EU-Regelwerk nicht erwähnt, womit wir rückschließen, dass es kein explizites Verbot für Glycerin gibt.

Ein Verbot besteht aber im Falle von Vanillin oder anderen Aromastoffen, da es in der Verordnung ausdrücklich heißt: „Rum darf nicht aromatisiert werden.“

Kontrollen finden diesbezüglich aber nicht statt und es ist schwierig nachzuweisen, wieviel Vanillin aus der Fasslagerung stammen könnte (die Eichenfässer können eine geringe Menge an natürlichem Vanillin-Aroma an den Rum abgeben) und wieviel Vanillin künstlich beigegeben worden ist.

Wie wird Rum getrunken?

Auch hier gibt es wieder feine Unterschiede zwischen weißem und braunem Rum. Weißer kurzgelagerter und billigerer Rum wird selten pur getrunken, er eignet sich dafür bestens für das Mixen von Cocktails.

Cocktail in Bar

Weißer Rum eignet sich perfekt als Mixer für alkoholische Mischgetränke, wie zum Beispiel Cocktails, wie dem Daiquiri, dem Mojito, der Piña Colada oder dem Mai Tai. Ein Cocktail bietet dir außerdem die Möglichkeit, dich langsam an den hochprozentigen Rum heranzutasten. (Foto: alexsalcedo1 / 123RF)

Dunkler jahrelang gelagerter Rum hingegen ist geradezu prädestiniert für ein pures Geschmackserlebnis und auch hier gilt die Regel, dass je länger der Rum gereift ist, umso größer verspricht das Gaumenfest zu werden.

Nicht unerlaubt ist es den Rum mit etwas Wasser tröpfchenweise zu verdünnen, damit die Trinkstärke angenehm bleibt und sich mehr Aromen freisetzen. Ein kleines No-Go ist, den dunklen Rum „on the rocks“ zu trinken. Die Daumenregel lautet den Rum bei Zimmertemperatur (16-18 Grad) zu genießen. Eis kühlt nur unnötig das Getränk herab; nur schlechter Alkohol braucht die Extra-Eiswürfel.

Ein weiteres Tabu ist, den Rum auf Ex zu kippen. Rum braucht seine Zeit an der Luft um voll atmen zu können und es wäre zu schade, sich des guten Schlückchens zu entledigen, bevor es sich überhaupt entfaltet hat. Als Trinkglas empfiehlt sich ein Nosing- oder Degustationsglas oder ein Tumbler.

Was kostet Rum?

Rum ist in allen Preiskategorien und –klassen erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei gerade mal 5 Euro in diversen Discountern. Wer allerdings ein bisschen mehr Wert legt auf Qualität, sollte mindestens 20-30 Euro ausgeben für eine Flasche guten Rum. Der Blanco (Weißer Rum) erzielt außerdem insgesamt einen niedrigeren Preis, was zurückzuführen ist auf seine Nicht-Lagerung/ Nicht-Reifung.

Braunen Rum kannst du zwar auch bereits für einen geringen Einstiegspreis bekommen, aber diese Flaschen sind eher zum Mischen für Cocktails geeignet. Bei Dark Rum spiegeln sich die Reifejahre in der Qualität wieder und damit im Preis und diesem ist nach oben keine Grenze gesetzt.

Vor allem die Qualität von Premium-Destillaten oder dem Single Cask Rum lässt den Preis in die Höhe schnellen. 2017 wurde für 100.000 Euro die teuerste Rumflasche der Welt, Clément Rum aus Martinique, Jahrgang 1966, verkauft. Von diesem Unikat gibt es nur 40 Flaschen.

Einen guten Rum, den du auch pur genießen kannst, bekommst du definitiv zwischen 20-50 Euro; die weltbesten Rums liegen aber deutlich über dem Preis von 50 Euro.

Typ Preisspanne
Discounter-Rum (Eigenmarke) Ab ca. 5 €
Weißer Rum Ca. 10-65 €
Brauner Rum Ca. 10-100.000 €

Wo kann ich Rum kaufen?

Rum ist in Deutschland in den meisten Kaufhäusern, im Fachhandel und in Supermärkten erhältlich, wobei letztere auch teilweise ihre eigenen günstigen Hausmarken vertreiben.

Unseren Recherchen nach werden die meisten Rum-Flaschen in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • Amazon.de
  • Aldi
  • Rewe
  • Lidl
  • Edeka
  • Real
  • Netto
  • Penny
  • Kaufland

Wer mehr Wert auf Qualität im Premiumbereich und eine größere internationale Auswahl legt, wird im Internet fündig und neben den bekannten großen Versandhäusern wie amazon lohnt es sich definitiv auch einen Blick auf die Seiten kleinerer Online Shops zu werfen, die sich auf den Vertrieb von Rum spezialisiert haben.

Dort kannst du heutzutage sogar Rum Tasting-Sets (Probier-Sets) erwerben, wo du verschiedene Rumspezialitäten verkosten kannst ohne dich gleich für eine Flasche Rum entscheiden zu müssen.

Nicht zuletzt kann der nächste Karibik-Urlaub dazu dienen, ein gutes Schlückchen Rum einzutüten! Hier allerdings aufgepasst beim Zoll bei der Rückkehr nach Deutschland, denn die Freigrenze für das Einführen von Alkohol beträgt gerade mal 1 Liter Spirituose bei über 22 Prozent Alkohol!

Wem das zu wenig und zu weit weg ist, der kann auch mal auf den Webseiten von deutschen Rum-Destillerien stöbern oder diese gar besuchen. Mal abgesehen von den beiden in Flensburg noch existierenden Rumhäusern (Johannsen und Braasch) gibt es einige neu entstandene, aufstrebende deutsche Rum-Hersteller, darunter Severin Simon, Liebl, Don Ruffin, Revolte Rum, Senft und Alfred’s Trail.

Entscheidung: Welche Arten von Rum gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn man eine Sache dem Rum lassen muss, dann ist das seine Vielseitigkeit.

Bedingt durch die Produktion in vielen verschiedenen Ländern, Faktoren der Umgebung wie das Mikroklima, Hunderter von Zuckerrohrarten und deren Verarbeitung, dem Holz des Fasses und der Luft, unterschiedlichen Lagerungsarten und verschiedenen Mischverhältnissen des Rums entstehen viele verschiedene Arten von Rum in unendlichen Geschmacksrichtungen.

Im Folgenden wollen wir etwas Licht ins Dunkel des Rum-Labyrinths bringen, wollen uns durch alle Tiefen, Nuancen, Aromen und Wohlgerüchen von Zuckerrohr-Destillaten, Kokosnüssen und Barbados-Rhythmen kämpfen, um am Ende unsere Geschmacksknospen tanzen zu lassen und rum und glücklich die Frage zu beantworten, ob wirklich alle Wege nach RUM führen.

Allgemein lässt sich Rum, oder auch Rhum im Französischen und Ron im Spanischen genannt, in zwei übergeordnete Kategorien unterteilen, dem Melasse Rum und dem Agricole Rum.

Diese Unterscheidung basiert auf der Herstellungsart von Rum. Der Melasse Rum, der auch industrieller Rum genannt wird, hat seinen Ursprung in der Zuckerrohrmelasse, einem Nebenprodukt, welches bei der Zuckergewinnung übrig bleibt, während der Agricole Rum aus frisch gepresstem Zuckerrohrsaft gewonnen wird.

Den Melasse Rum, der mehr als 90 Prozent der Weltproduktion ausmacht, kann man nun wiederum in verschiedene Kategorien einteilen:

o Melasse Rum

  • Original Rum
  • Echter Rum
  • Overproof Rum
  • Rum Verschnitt
  • Kunstrum/ Inländer Rum
  • Blended Rum/ Solera Blended Rum
  • Flavoured Rum/ Spiced Rum

o Agricole Rum

Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Rum Arten vor und sagen dir, welche Vor- und Nachteile der eine oder andere Schluckspecht mit sich bringt.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie dir helfen sollen herauszufinden, welcher Rum dir in Zukunft Gaumenfreuden bescheren könnte.

Was ist Original Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Original Rum wird so bezeichnet, weil er nach der Herstellung in seinem Ursprungsland ohne Lagerung nach Deutschland importiert wird und nicht mehr zur Weiterverarbeitung verwendet werden darf.

Vorteile
  • Hervorragende Basis für die Weiterverarbeitung zu Echtem Rum und Rum Verschnitt
  • Grundlage für Experimente
  • Unverfälschte Qualität
Nachteile
  • Kein Produkt für den Privatkunden
  • Kaum trinkbar (zu konzentriert und hochprozentig)
  • Kein gelagerter Rum

Es ist sowohl verboten, Aromastoffe hinzuzugeben als auch die Trinkstärke durch Zugabe von Wasser zu verändern. Er wird im Originalzustand hierzulande verkauft und vermarktet. Der importierte Original Rum, im Englischen Pure Rum genannt, darf maximal 74 Prozent Alkohol enthalten (teils auch bis 80 Prozent).

Was ist Echter Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Echter Rum ist ein Original Rum, der auf Trinkstärke heruntergesetzt wird.

Echter Rum unterscheidet sich vom Original dadurch, dass dieser nach der Destillation modifiziert wird. Dabei wird dem Rum destilliertes Wasser hinzugefügt, welches diesen verdünnt. Dies kann entweder im Herkunftsland direkt geschehen oder aber beim Abfüller in Deutschland.

Vorteile
  • Gelagerter Rum
  • Hohe Qualität bei Lagerung im tropischen Herkunftsland
  • Rum in allen erdenklichen Varianten
Nachteile
  • Abhängig von Holzfass-Art und Fassungsvermögen
  • Abhängig von Standort der Lagerung
  • Deutschland wäre nicht gut geeignet für die Nachlagerung / Reifung

Außerdem lagert und reift Echter Rum vor Ort in Holzfässern. Denkbar wäre es auch, dass er ungelagert nach Deutschland kommt und die Reifung hier stattfindet, aber dies ist nicht sehr realistisch, da der Reifeprozess in den Tropen mindestens doppelt so schnell vonstattengeht als wie in unseren Breitengraden. Der Alkoholgehalt ist auf 37.5-54 Prozent heruntergesetzt.

Was ist Overproof Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Wie es der Name schon sagt (“proof“ = englisch für Beweis, “over“ = englisch für über) zeichnet sich dieser Rum durch eine erhöhte Trinkstärke aus.

Vorteile
  • Gut für das Mixen von Longdrinks, Cocktails und nachträgliches Verdünnen
  • Spielraum für Endkunden (ob und wie er verdünnt)
Nachteile
  • Wird nur selten pur getrunken (zu hochprozentig)
  • Ungelagert

Alles, was einen Alkoholgehalt über 57.15 Prozent hat, wird als Overproof Rum bezeichnet. Damit ist der Overproof Rum eine Brücke zwischen Original Rum und allen anderen Rum-Arten.

Was ist Rum Verschnitt und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Beim Rum Verschnitt wird gerade mal ein Zwanzigstel des Original Rums verwendet, vorzugsweise aus Jamaika. 5 Prozent Original Rum wird vermischt mit Wasser und Neutralalkohol.

Diese Variante entstand in der Stadt Flensburg, wodurch auch die Bezeichnung „Flensburger Verschnitt“ geläufig ist. Die Alkoholstärke liegt hier bei mindestens 37.5 Prozent.

Interessanterweise wird der Rum Verschnitt bis heute nur in Flensburg produziert. Im 18. Jahrhundert gehörte Flensburg noch zum Königreich Dänemark, das auf den Jungferninseln auf den Rum gekommen war. Flensburg war das Zentrum schlechthin im weltweiten Rumhandel.

Vorteile
  • Eigens aus Jamaika angefertigter German flavoured rum
  • Gut zum Backen geeignet
Nachteile
  • Kein Gegenstück zu Echtem Rum
  • Hat den Ruf zweitklassig und nicht hochwertig zu sein

Da damals sehr hohe Zollgebühren auf importierten Rum verlangt wurden, machte die Not erfinderisch und die Idee wurde geboren einen geringen Teil des Original Rums (damals lag dieser bei gerade mal 3 Prozent) mit deutschem Agraralkohol und Wasser zu vermischen.

Auf Jamaika wird dafür „German flavoured rum“ hergestellt, der nur für die Produktion von deutschem Rum Verschnitt gedacht ist.

Was ist Kunst Rum/ Inländer Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Kunst Rum, auch Inländer Rum genannt, stammt aus Österreich und darf ausschließlich im Alpenland produziert werden.

Ursprünglich hatte der Kunst Rum mit wirklichem Rum nichts gemein, wurde er doch von einem Apotheker aus Ethylalkohol, Wasser und verschiedenen Aromastoffen und Farbstoffen kreiert, deren Geschmack an Rum erinnerte. Erst seit 1999 muss die Herstellung von Inländer Rum auf die Basis der Zuckerrohrverarbeitung zurückgehen.

Vorteile
  • Eignet sich hervorragend für Bowlen, Cocktails, Longdrinks, Heißgetränke
  • Beliebt in der Wiener Küche
Nachteile
  • Wird meist nicht pur getrunken
  • Verwendung von Aromen und Zusatzstoffen

Die Trinkstärke von Kunst Rum liegt bei 38-40 Prozent. Ausnahme hierbei bildet der sogenannte Strohrum der Marke Stroh, der bekannteste Vertreter von Inländer Rum. Diesen gibt es in den Varianten 40, 60 und 80 Prozent. In Deutschland darf dieser nicht als Rum deklariert werden, da ihm Farbstoffe, Essenzen und Aromen zugefügt werden.

Was ist Blended Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Der Blended Rum wird aus verschiedenen Original Rum-Destillaten zusammengemischt. Das Blending kann einige wenige oder viele Destillate einbeziehen.

Eine spezielle Form des Blended Rum ist der Solera Blended Rum. Hier werden gleichzeitig junge und alte Destillate mehrmals miteinander vermischt.

Vorteile
  • Auf Kundenwünsche abgezielt
  • Großteil der erhältlichen Rum-Sorten ist ein Blend
  • Rum mit weniger geschmacklichen Schwankungen
Nachteile
  • Abhängig vom Master Blender und seiner Erfahrung
  • Problematisch, wenn eine der Ausgangs-Rum-Sorten nicht mehr verfügbar ist
  • Schwierig ein gleichbleibendes Ergebnis zu erzielen

Dieses Verfahren wurde von der Sherryherstellung in Spanien abgeschaut. In einer Pyramide aus mindestens 4 Fassreihen werden geringe Mengen entnommen und von unten nach oben weitergegeben, wobei ganz unten die ältesten Destillate und ganz oben die jüngsten Destillate verweilen.

Auch der Blended Rum enthält mindestens 37.5 Prozent Alkohol.

Ausschlaggebend für ein Ergebnis gleichbleibender Qualität ist der Master Blender, der über einen extrem guten Geruchs- und Geschmackssinn verfügen muss.

Was ist Flavoured Rum / Spiced Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Flavoured Rum oder Spiced Rum wurde, wie der Name schon sagt, während der Produktion mit natürlichen (oder künstlichen) Aromastoffen versehen.

Die Aromatisierung kann entweder nach dem Destillieren erfolgen (Basis: weißer Rum ohne Lagerung) oder nach der Reifung im Holzfass (brauner Rum). Erstgenannter wird gern für Flavoured Rum genommen, während brauner Rum aus dem Holzfass oft die Grundlage für Spiced Rum bildet.

Vorteile
  • Kann sowohl pur getrunken als auch gemixt werden
  • Weich und leicht, Art „Frauen-„Rum
Nachteile
  • Nicht nur natürliche, auch künstliche Aromastoffe werden verwendet
  • Einige Spirituosen können nicht als Rum bezeichnet werden, da weniger als 37.5 Prozent Mindestalkoholgehalt

Der Unterschied zwischen Flavoured Rum und Spiced Rum besteht darin, dass für Flavoured Rum eine Frucht dem Aromatisierungsprozess beigefügt wird (beliebt ist hier vor allem die Kokonuss), während sich im Spiced Rum eher Zutaten wie Zucker, Vanille und Gewürze aller Art wiederfinden. Flavoured Rum ist die sommerlich-exotische Variante, während Spiced Rum eher winterlich daherkommt.

Die Mindestalkoholstärke beträgt auch hier 37.5 Prozent. Bei geringerem Alkoholanteil wird der Flavoured Rum oder Spiced Rum als „Spirituose“ bzw. „Likör auf Rumbasis“ bezeichnet.

Was ist Agricole Rum und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Der sogenannte Rhum Agricole wird, im Vergleich zu allen anderen Rum-Arten, die auf Zuckerrohrmelasse basieren, aus frischem Zuckerrohrsaft gebrannt und stammt ausschließlich aus dem französischen Übersee-Territorium.

Vorteile
  • Qualitativ hochwertig und authentisch
  • Wird nach französischen AOC-Vorschriften hergestellt
  • Strenge Qualitätskontrolle
Nachteile
  • Höhere Preise als Melasse Rum
  • Rum aus anderen Ländern, der aus Zuckerrohrsaft produziert wird, darf nicht Agricole Rum genannt werden
  • Kann nicht ganzjährig produziert werden

Nur auf Martinique, Guadeloupe und La Réunion ist Rhum Agricole offiziell für die Herstellung zugelassen. Er kann nur während der Erntezeit, sprich der karibischen Trockenzeit, hergestellt werden, denn spätestens 36 Stunden nach der Ernte muss das Zuckerrohr gepresst werden. Der Alkoholgehalt beträgt nach Destillation mindestens 40 Prozent.

Der Rhum Agricole macht höchstens 5-10 Prozent an der weltweiten Rum-Produktion aus.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rum vergleichen und bewerten

Die folgenden Kriterien geben dir einen genauen Überblick darüber, wie du die einzelnen Rum-Sorten vergleichen kannst.

  • Farbe
  • Herkunft
  • Art der Herstellung
  • Lagerung
  • Alkoholgehalt
  • Menge
  • Blend
  • Qualitätsmerkmale
  • Verwendung

Wir nehmen diese Kriterien in den folgenden Abschnitten ein bisschen genauer unter die Lupe, damit es dir leichter fällt zu entscheiden welcher Rum dein Herz höher schlagen lassen könnte.

Farbe

Die Farbe des Rums, die uns aus der Flasche entgegenstrahlt, ist das Erste, was wir vom Rum wahrnehmen und erzählt uns eine Geschichte über sein Alter und seine Lagerung. Weißer Rum wird nach Ende der Destillation in Stahltanks verlegt, wo er für einen relativ kurzen Zeitraum (= mehrere Monate, normalerweise 3 Monate) verweilt.

Er kann sich so setzen und wird dank Sauerstoffkontakt reiner. Der Weiße Rum behält seine klare Farbe während der Lagerung im Edelstahltank bei. Je länger er zwischenlagert, umso mehr verliert er an Alkoholgehalt. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch weißen Rum gibt, der monatelang oder jahrelang lagert, aber dieser wird nach der Lagerung einem umfassenden Filterprozess unterzogen.

Im Gegensatz zum White Rum wird der Braune Rum einem Reifeprozess unterworfen. Er lagert mehrere Jahre in Fässern aus Eichenholz, welche ausschlaggebend für den Farbton des Rums sind als wie auch für die unterschiedlichsten Aromen und Geschmacksrichtungen. Oftmals sind diese Eichenfässer alte Holzfässer, in denen zuvor Bourbon-Whiskey gelagert wurde.

Der Gold Rum erhält eine bestimmte Reifephase, die kürzer ist als die des Braunen Rums ist. Er wird normalerweise in Ex Bourbon Whiskey-Fässern gelagert, besitzt mehr Aromen und ist stärker im Geschmack als der Blanco.

Auch wenn die Farbe des Rums eine Geschichte erzählt, solltest du dich trotzdem nie von ihr täuschen lassen. Es gibt Hersteller, die ihren Rum nachträglich mit Zuckercouleur färben. Ein Grund dafür ist, eine einheitliche Farbe aller Rum-Flaschen zu erreichen; ein anderer Grund jedoch ist es, mit der dunkleren Farbe des Rums vorzugaukeln, dass dieser länger in Eichenfässern gereift ist. Manche Destillerien geben dem Rum vor der Lagerung außerdem Holzschnitzel bei, um eine schnellere Färbung der Spirituose zu erreichen.

Herkunft

Wenn du dir die Weltkarte ein wenig genauer ansieht, stellst du fest, dass die Herkunft der meisten Schlückchen Rum die Karibik ist.

Und so lassen sich die Rum verarbeitenden tropischen (Insel-)paradiese voneinander abgrenzen:

  • Jamaikanischer und Britischer Stil
  • Kubanischer und Spanischer Stil
  • Französischer Stil

Vertreter des jamaikanischen und britischen Stils kommen aus Jamaika, Barbados, Trinidad, Guyana und Bermuda. Ein Rum dieser Stilrichtung gilt als kräftig, sehr lebhaft, aussdrucksstark und vor allem die jamaikanischen Rums sind oft esterlastig (fruchthaltig).

Die britische Armee, die ihren Matrosen im 18. Jahrhundert reichlich Rum-Rationen verabreichte, hat zu dieser wuchtigen und vollmundigen Rum-Variante, wie wir sie heute kennen, ihren Teil beigetragen. Deswegen wird diese Rumvariante aus den ehemals britischen Kolonien auch als britischer Stil eingeordnet.

Es ist der intensivste, charakterstärkste, aber auch schwerste und gehaltvollste Vertreter aller Rum-Stile und schmeckt teils scharf und würzig.

Den qualitativ hochwertigen High-Ester Jamaika Rum können Connoisseure pur genießen, die billigeren Varianten sollten nur für das Mischen von Cocktails verwendet werden.

Guyana-Rum ist auch bekannt als Demerara-Rum (der in Guyana hergestellte Rohrohrzucker wird auch als Demerara-Zucker aufgrund einer Region bezeichnet), der einen schweren, intensiven und voluminösen Charakter hat.

Zur weltweit vertretenen kubanischen (und spanischen) Liga gehören Kuba, Puerto Rico, die Dominikanische Republik und Mittel- und Südamerika. Rum der spanischen und kubanischen Stilrichtung gilt als leicht im Geschmack, sehr süffig, sanft, ausgewogen und rund mit einer schönen Süße. Die Vertreter stehen für ein elegantes Bukett, milde Aromen und ein leichtes Mundgefühl.

Kuba gilt als Mutterland für den „Ron“ dieser Klasse. Dazu beigetragen haben auch die kubanischen Marken Bacardí und Havana Club, deren Erfinder in der Kolonialzeit von Spanien nach Kuba immigrierten. Dieser Rum wird auch als „spanischer“ bezeichnet durch die ehemaligen Kolonien, die die Spanier bevölkerten und die das Spanisch im heutigen Lateinamerika verbreiteten.

Oftmals wird beim kubanischen Stil das Solera-Verfahren angewandt, wozu es zu längeren Reifungen kommt.

Meistens handelt es sich bei kubanischem Rum um kurz gelagerten weißen Rum (oder wenig gelagerten Gold Rum), der besonders gut in karibisch-sommerlichen Cocktails zur Geltung kommt. Was nicht heißen soll, dass es in dieser Sparte keine guten komplexeren Dark Rums mit einer längeren Reifezeit gibt; diese kommen vor allem aus der Dominikanischen Republik!

Zu guter Letzt wäre da noch der Rum französischen Stils, der Rhum Agricole. Das Ergebnis dieser Rum-Variante ist leicht, aber komplex und weniger süß als Melasse Rum, dafür etwas herber. Agricole Rum weist vielmals einen etwas höheren Alkoholwert als Melasse Rum auf und geschmacklich zeichnet ihn eine fruchtige Würze aus.

Die Einhaltung des strengen französischen Regelwerks wird von einer Kommission überwacht und es wird sichergestellt, dass alle Brennereien die gleichen Methoden anwenden. Deswegen wird der Agricole Rum als gleichbleibend hochwertig oder sogar höherwertig als industrieller Rum angesehen.

In der Karibik wird 80 Prozent des Rums weltweit hergestellt und auch der berühmteste Rum der Welt kommt aus der Karibik. Dies schließt jedoch nicht aus, dass es auch andere Regionen und Länder auf dieser Erde gibt, die die eine oder andere bedeutende Destillerie hervorgebracht haben.

Hierzu gehören vor allem die Philippinen mit dem Don Papa Rum, Indien mit dem Old Monk Rum (der am dritthäufigsten verkaufte Rum der Welt!), Mauritius mit dem Starr African Rum und Australien mit dem Bundaberg Rum und dem Holey Dollar Rum.

Art der Herstellung

Die Herstellungsart kann in zwei unterschiedliche Produktionsprozesse eingeteilt werden:

  • Pot Still-Methode
  • Column Still-Methode

Die diskontinuierliche „Pot Still“-Variante basiert auf einer Brennblase (meist ein Kupferbrennkessel). Die Maische wird dabei portionsweise in die Brennblase gegeben und diese muss nach jedem Brenndurchlauf geleert, gereinigt und neu befüllt werden.

Der Rum wird mehrfach destilliert. Dadurch ist diese Methode die aufwändigere, aber traditionellere. Das Resultat ist ein schwerer, charakterreicher Rum. Die Brennereien, die mit dem Pot Still-Verfahren arbeiten, produzieren meist in kleineren Margen und stellen Qualität über Quantität.

Die kontinuierliche „Column Still“-Destillation (auch „Coffey Still“, „Continuous Still“ oder „Patent Still“ genannt) ermöglicht es per Brennsäulensystem aus Stahl zu destillieren. Durch das Zweisäulen- oder Mehrsäulensystem kann die Maische kontinuierlich und ohne Unterbrechung hinzugeführt werden.

Es ist die modernere und rentablere Methode, vor allem für größere Mengen industriell produzierten Rums. Das Ergebnis ist ein leichteres und angenehmeres Destillat.

In einigen Fällen werden beide Methoden miteinander vermischt, um leichte und schwere Destillate miteinander zu blenden.

Die Demerara-Destillerie in Guyana ist die weltweit einzige, die noch mit historischen hölzernen Brennkesseln (Wooden Stills) arbeitet und die einzige, die 9 unterschiedliche Stills betreibt, dazu gehören ein Wooden Coffey Still (letzte funktionierende Anlage auf der Welt), zwei Wooden Pot Stills (über 250 Jahre alt) und zwei French Savalle Stills (18. Jh.).

Lagerung

Die Lagerung von Rum in Holzfässern ist das A und O, um eine gute Qualität zu sichern. Die Formel ist denkbar einfach, denn eine längere Reifephase des Rums bedeutet, ähnlich wie beim Whisky oder Cognac, eine bessere Qualität, da eine höhere Reinheit.

Und dies wiederum ist der Schlüssel für mehr Aromen und weniger Fuselöle, die unter anderem der Grund für den Kater am nächsten Morgen sind. Durch den intensiven Holzkontakt während der Lagerung können sich verschiedene Aromen und Geschmacksnuancen facettenreich entfalten und bei Kennern ist ein Rum mit einem hohen Reifegrad extrem begehrt.

Der Rum wird außerdem weicher und harmonischer. Die Farbpalette kann von einem dunklen Braun über bernsteinfarbene und rötlich kupferfarbene Nuancen bis hin zu mahagonifarbenen Tönen reichen.

Der destillierte Rum, der durchsichtig und klar ist, wird entweder kurzfristig (= mehrere Monate) in Stahlfässern oder Holzfässern gelagert oder verbringt mehrere Jahre im Holzfass zur Reifung. Oftmals handelt es sich hierbei um alte Eichenfässer aus den USA, die vorher ausgebrannt wurden und in denen schon Bourbon Whiskey für mindestens 2 Jahre lagerte.

Denkbar sind hier auch Holzfässer aus Europa, in denen Cognac, Portwein oder Rotwein vor sich hin reiften. Dies ermöglicht ein Allerlei an Aromen und Geschmacksnuancen, die in den Rum übergehen.

Wenn das Endergebnis ein weißer Rum sein soll, wird er nur kurz (= maximal einige Monate) gelagert und wird nach der Lagerung filtriert, damit der leicht bräunlich gewordene Rum seine weiße Farbe zurückerhält.

Interessant ist hier noch der Fakt, dass die Reifung in der Karibik bis zu viermal so schnell vonstattengeht, als wie das bei uns im Nordwesten Europas der Fall wäre (5 karibische Reifungsjahre entsprechen also ungefähr 20 Jahren Reifung bei uns).

Alkoholgehalt

Jeder Rum, der in Deutschland als solcher verkauft wird, muss einen Mindest-Alkoholgehalt von 37.5 Prozent enthalten.

Die meisten Rum-Flaschen, die es auf dem Markt gibt, haben eine Trinkstärke zwischen 38 Prozent und 45 Prozent.

Rum-Flaschen, die weniger als 37.5 Prozent Alkohol, dürfen nicht als Rum deklariert werden in Deutschland, sondern heißen dann „Spirituose auf Rumbasis“, „Rum-Spirituose“, „Rum-Mischgetränk“ oder „Rum auf Likörbasis“.

Rumsorten

Der Alkoholgehalt einer Flasche Rum liegt in der Regel zwischen 37,5 und 45%. (Bild: pixabay.com / Alexas_Fotos)

Menge

Die meisten erhältlichen Rum-Sorten werden in Deutschland in 700 ml-Flaschen verkauft.

Einige kleinere Hersteller füllen ihre Destillate auch in 500 ml-Flaschen ab, die meist teurer sind.
Andere Hersteller mit größerem Namen verkaufen einige ihrer beliebten Produkte auch in 1 l- oder 1.5 l-Flaschen.

Blend

Die Mehrheit aller Rum-Arten auf dem Markt ist ein Blend. Der Blending Master verfolgt das Ziel durch das bewusste Vermischen verschiedener Rum-Destillate eine Spitzenqualität zu erreichen und Unterschiede in Farbe, Aroma und Geschmack, die aufgrund der Lagerung und des Herstellungsprozesses entstehen, auszugleichen.

Ziel ist es den Kundenwünschen zu entsprechen und ein erfolgsversprechendes Resultat aus prozentual verschieden anteiligen Destillaten herzustellen. Dies können Rum-Sorten verschiedener Zuckerrohrqualitäten, Zusammenstellungen der Maische, Jahrgänge, Destillationsmethoden, Reifungsgrade, Alkoholgehalte und Destillerien sein.

Qualitätsmerkmale

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Qualität von Rum in der Altersangabe, den international geläufigen Bezeichnungen für Premium-Destillate und den Prämierungen einer Marke erkennbar wird.

Wenn du auf einer Rumflasche oder beim Recherchieren über einen Rum, auf eine Jahresangabe in Form einer Zahl stößt (z.B. El Dorado 12), dann bezieht sich die Nummer auf die Altersangabe. Die Mehrheit der Rum-Marken sind Blends, was im Konkreten bedeutet, dass die Nummer sich auf die Komponente im Rum mit dem jüngsten Alter bezieht.

Beim Solera Blended Rum ist das genau andersherum. Da wird das Alter des ältesten Destillats angegeben.

Trotzdem ist zu bemerken, dass einige Hersteller auf die Altersangabe verzichten, da es nicht wie beim Whisky ein Regelwerk oder eine Verpflichtung gibt, dass das Alter ausgewiesen werden muss.

Ein Premium Rum wird als solcher bezeichnet, wenn er mindestens 10 Jahre gelagert worden ist (alles, was unter 10 Jahre ist, ist ein Aged Rum oder Añejo, ein „gealterter“ Rum). Weiterhin gibt es Rum-Sorten, die mehr als 20 Jahre reifen. Diese besitzen aber Seltenheitswert oder existieren als Limited Edition.

Premium-Destillate erkennst du an der Bezeichnung Extra Reserve, Reserva Exclusiva oder XO (= „extra old“), wobei es (im Vergleich zum Rhum Agricole) nicht geregelt ist wie lange die Destillate nun lagern müssen, um so bezeichnet zu werden.

Im französischsprachigen Bereich der Karibik, wo der Rhum Agricole hergestellt wird und genau in den AOC-Vorschriften geregelt ist, wie lange dieser zu lagern hat, werden dem Endprodukt die folgenden Bezeichnungen des Reifegrades zugeordnet:

  • Rhum VO: „very old“, mindestens 3 Jahre Fasslagerung
  • Rhum VSOP: „very special old & pale“, mindestens 4 Jahre Fasslagerung
  • Rhum XO: „extra old“, mindestens 6 Jahre Eichenfasslagerung
  • Rhum Cuvée: Blend aus mehreren Destillaten
  • Hors d’Age: mindestens 10 Jahre Fasslagerung

Ins Premium-Segment gehört auch der „Single Cask Rum“. Ein Single Cask Rum ist eine Einzelfassabfüllung und damit eine Limited Edition. Jeder Single Cask Rum ist ein Unikat, er steht für außerordentlich gute Qualität und hat Sammelwert.

Weitere Qualitätsmerkmale sind Auszeichnungen und Prämierungen, die eine Rum-Marke erhalten hat. Dies kann auf nationalen und internationalen Rum-Festivals geschehen oder bei offiziellen Verkostungen bzw. Tastings. Bekannt sind, unter anderem, die folgenden Festivals:

Festival-Name Land
Miami Rum Renaissance Festival and Trade Expo (Rum XP) USA
San Francisco World Spirits Competition USA
International Rum Conference Madrid Spanien
World Rum Awards England
International Spirits Challenge (ISC) England
International Wine and Spirit Competition (IWSC) England
German Rum Festival Deutschland
World Spirits Awards Weltweit

Hoch angesehen sind auch Bewertungen des US-amerikanischen Beverage Testing Institute (BTI), das Testberichte über Weine, Biere und Spirituosen veröffentlicht und auch von renommierten Fachzeitschriften rezitiert wird.

Verwendung

Wie der Spruch „Die Geschmäcker der Gestecker sind verschieden“ schon sagt, lässt sich bekanntlich über Geschmack streiten.

Und soweit die Bandbreite der verschiedenen Geschmacksvorlieben auch reicht, so weit gehen auch die Meinungen auseinander ob man einen Rum pur, auf Eis oder gemischt oder einen Cuba Libre mit weißem oder braunem Rum trinken sollte und ob nur Brauner Rum oder Weißer Rum gemischt mit braunem Rum in den Mai Tai soll.

Ein Spruch trifft auch dennoch hier zu: „Alle Wege führen nach RUM!“ Denn jedes Geschmackserlebnis ist nun mal sehr individuell und jeder Mensch hat seine eigenen Präferenzen und Liebschaften!

Allgemein kann man jedoch sagen, dass je länger ein brauner Rum gereift ist, er sich umso besser für einen puren Hochgenuss eignet. Dem Preis sind ja bekanntlich keine Grenzen nach oben gesetzt, aber alles, was unter 20 Euro kostet, solltest du eher fürs Mixen verwenden; alles ab 20 Euro aufwärts wäre zu schade zum Mixen und gehört in die Liga der „Puren“.

Die aromatisierten Spiced Rums oder Flavoured Rums eignen sich durch ihren fruchtigen oder würzigen Beigeschmack auch für den puren Gaumenkitzel. Die Mehrheit der weißen Rums eignet sich am besten zum Vermischen. Wobei Vermischen nicht gleich Vermischen ist. Ein weißer milder Rum kommt in einem Cocktail mit Kräuternote gut zur Geltung, geht jedoch in einem fruchtigen Mixgetränk unter.

Ein starker dunkler Rum mit würzigem dominantem Geschmack ist hingegen bestens geeignet für Fruchtcocktails oder zum Verschmelzen mit anderem Hochprozentigem, da er mit den vielen Früchten und kräftigen Zutaten gut mithalten kann. In einem Mojito zum Beispiel würde er die Minzen und Limetten nur übertönen und wäre fehl am Platz.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rum

Wer hat den Rum erfunden?

Wer hätte gedacht, dass Rum vielleicht nie erfunden worden wäre ohne Christopher Kolumbus? Christopher Kolumbus‘ Entdeckung von der Neuen Welt ist es jedenfalls zu verdanken, dass das Zuckerrohr von Asien, welches als Ursprungsort für das Zuckerrohr gilt, auf die Karibikinseln gelangte.

Sklaven aus Afrika arbeiteten fortan auf den Zuckerrohrplantagen der Karibik und entdeckten, dass bei der Melasse, mit Wasser vermengt, eine Gärung einsetzte und das Resultat eine Art Zuckerwein war, der Vorgänger vom Rum! Die Zuckerbarone entwickelten dann aus diesem „Sklavendrink“ durch Destillieren einen Brand, welcher von nun an unter anderem „Kill-Devil“ oder auch „Rumboullion“ genannt wurde.

Die Meinungen über den Ursprung dieses Namens gehen weit auseinander, aber es wird vermutet, dass er Aufruhr und Krawall bedeutete und in Zusammenhang mit den (betrunkenen) einheimischen Arbeitern und daraus resultierenden Tumulten entstand. Ob dies der Wahrheit gerecht ist oder nicht, der Name Rum war geboren.

Cocktails vor verschwommenem Hintergrund

Rum entstand als Sklavengetränk um das Jahr 1650 in der Karibik. Das Heißgetränk Grog, das aus Rum, Zucker und Wasser besteht, war im 17. Jahrhundert bei Seefahrern sehr beliebt und wurde als tägliche Schiffsration an die Mannschaft verteilt. (Foto: SocialButterflyMMG / pixabay.com)

Wie wird Rum hergestellt?

Die Anfänge eines jeden Schlückchen Rums lassen sich auf das Zuckerrohr zurückführen. Im Zuge der Produktion von kristallisiertem Zucker wird der Zuckerrohrsaft eingekocht und es bleibt eine dunkle, sirupartige Masse übrig, die Melasse genannt wird. Dieses „Abfallprodukt“ dient als Ausgangsbasis für die Fermentation und Destillation.

Bei der Produktion von Rhum Agricole wird statt der Melasse der frisch gepresste Zuckerrohrsaft verwendet. Die Mischung aus Melasse oder Zuckerrohrsaft und Wasser nennt man Maische.

Der Gärungsprozess wird nun mit Hilfe von Hefe eingeleitet, die den Zucker in Alkohol umwandelt. Die Fermentation kann zwischen 12 Stunden und 7 Tagen dauern. Die Maische, die zu dem Zeitpunkt zwischen 5 und 10 Prozent Alkohol enthält, wird meistens zweimal durch den Destillationsvorgang gejagt, damit man einen reineren Rum mit einem höheren Alkoholgehalt erhält.

Nach der Destillierung erfolgt die Lagerung und damit Reifung des Rums. Diese kann einen Zeitraum von wenigen Monaten oder Jahren und Jahrzehnten umfassen. Insgesamt spielt der Fasstyp eine große Rolle bei der Qualität der Lagerung.

Je nachdem, ob in dem Eichenfass vorher Bourbon Whiskey, Sherry, Portwein oder Wein gelagert war, spiegeln sich verschiedene Nuancen und Aromen im Geschmack des Rums wieder.

Wo kannst du eine Rumverkostung machen?

Wer nicht erst bis zum nächsten Urlaub in der Karibik warten möchte, um ein traditionelles Rum Estate zu besuchen, hat durchaus die Möglichkeit eine Rumverkostung auf deutsche Art durchzuführen.

Hierzu bieten sich einige Fachhandel-Geschäfte an, die neuerdings neben Weinverkostungen und Whisky Tastings auch auf den Rum gekommen sind. Weiterhin kannst du im Internet deutschlandweit „Rum Erlebnis Tastings“ buchen, die in der Regel 2-4 1/2 Stunden dauern und eine Preisspanne von 60-110 Euro aufweisen. Und dann wären noch die deutschen Rumhäuser höchstpersönlich.

In der ehemaligen Rum-Hauptstadt Deutschlands und einer der bedeutendsten Handelsstädte im 18. Jahrhundert, Flensburg, sind von den damaligen rund 200 Rumhäusern gerade mal noch zwei übrig geblieben:

Das Rumhaus Johannsen und das Rumhaus Braasch mit eigenem Rum Museum. Beide bieten Rundführungen mit anschließender Rum-Degustation an, die 1-1 ½ Stunden dauern und 5-6 Euro kosten.

Auch die anderen aufstrebenden Rum-Destillerien in Deutschland, die eigenen Rum aus Zuckerrohrmelasse-Importen und damit keinen Flensburger Verschnitt herstellen, ziehen langsam nach. So gibt es zum Beispiel jeden ersten Samstag im Monat Brennereiführungen mit Verkostung in der Destillatmanufaktur Severin Simon in Unterfranken (18 Euro, 1 ½ Stunden).

Was kannst du sonst noch mit Rum anstellen?

Rum ist ein äußerst beliebtes Produkt in der Küche und punktet vor allem bei Nachspeisen. Wem läuft nicht das Wasser im Munde zusammen, wenn es um Schokoladenkuchen, Bratapfel, Herrencreme oder Rumkugeln geht?

Wer außerdem Rosinen mag, der bekommt Höchstgefühle, wenn er an sich uppig saugende Rosinen im Rumbad denkt, die nach Wiederauferstehung Backwaren wie Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Guglhupf, Kuchen, Schokolade oder Eis verhimmlischen.

Und dann sind da noch all die deliziösen Heißgetränke für die kalten Tage, wie Rumtopf, Jagertee, Eierpunsch, Feuerzangenbowle und Grog. Für den Rumtopf wird ein Steingutgefäß verwendet, für welchen schon im Sommer saisonreife Früchte gesammelt werden. Diese werden gezuckert und in mindestens 54-prozentigen Rum eingelegt (von Mai bis Oktober).

Wichtig ist es dabei, dass die Früchte immer gut mit Rum bedeckt sind. Im Winter trägt dann, im wahrsten Sinne des Wortes, die Arbeit Früchte und du kannst dir die beschwipsten Früchte als Kompott einverleiben.

Die Österreicher schwören auf ihren Jagertee, ein berühmtes alkoholisches Heißgetränk aus Schwarztee und Inländer Rum, der nur in Österreich so genannt werden darf (in Deutschland ist nur das Wort „Hüttentee“ erlaubt).

Assoziationen werden auch geweckt bei Eierpunsch, der erst mit einem Schuss Rum dem Connoisseur mundet und bei der Feuerzangenbowle, bei der ein mindestens 54-prozentiger brauner Rum auf einen Zuckerhut geträufelt und angebrannt wird und in die Feuerzangenbowle auf Rotweinbasis träufelt.

Und vergessen dürfen wir natürlich auch nicht den Grog, ein Heißgetränk für kalte Wintertage, der aus Rum, Zucker und heißem Wasser besteht. Laut einem plattdeutschen Spruch bleibt da nur noch so viel zu sagen: „Rum möt, Zucker kann, Water bruuk nich.” (übersetzt ins Hochdeutsche: „Rum muss sein, Zucker darf, Wasser kann (auch alles verderben)“.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Getraenke/Rum/Artikel/11186.php

[2] https://allesrum.de/alles-ueber-rum/

Bildnachweis: felix_w / pixabay.com

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