Willkommen bei unserem großen Gin Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Gin Sorten. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Gin zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Gin kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Dry Gin werden oft regionale Zutaten verwendet, dennoch ist die Wacholdernote immer noch dominant. Im Gegensatz zum London Dry genießen die Destillateure beim Dry mehr Freiheiten in der Herstellung des Gins.
  • Der London Dry Gin ist ein Qualitätsprodukt, dass nach EU-Richtlinie hergestellt wird. Er hat eine intensive Wacholdernote und enthält keine künstlichen oder zusätzlichen Stoffe.
  • Um die Jahrhundertwende herum entstanden Gins, die die Wacholdernote nicht mehr in den Vordergrund rückten, sondern andere heimische Zutaten begrüßten.

Gin Test: Das Ranking

Platz 1: Tanqueray London Dry Gin (1 x 1 l)

Platz 2: Plymouth Original Strength Dry Gin (1 x 0.7 l)

Platz 3: Bombay Sapphire London Dry Gin (1 x 1 l)

Platz 4: The Duke Munich Dry Gin (1 x 0.7 l)

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Gin kaufst

Welche Vorzüge haben die unterschiedlichen Sorten?

Der London Dry zählt zu den klassischen Qualitätsgins mit einem intensiven Wacholdergeschmack. Wenn duden bitteren, wacholdrigen und meist kräuterlästigen Geschmack magst, dann kommst du mit einem London Dry voll auf deine Kosten. Zudem eignet er sich auch hervorragend zum Mixen sowohl von süßen als auch von herben Cocktails.

Der Dry Gin ist der kleine Sohn des London Dry. Wenn du einen wacholdrigen Gin mit exotischen oder heimischen Gewürzen oder einer Kombination aus beidem suchst, dann bist du hier richtig.

Dagegen der Old Tom ist für Freunde des süßen Gaumens etwas. Hierbei kommt zwar auch ein klassischer Wacholdergeschmack zum Vorschein, dieser wird allerdings von süßen Zitrus- und Zuckerrohrnoten umspielt.

Wenn du süßere Gins magst, dann könnte ein Sloe Gin auch das richtige für dich sein. Zum originalen London Dry oder Dry Gin kommt noch Schlehdornbeere dazu, die den Gin rot färbt und auch deinen Cocktails einen schönen Flair verleiht. Außerdem hat der Gin-Likör auch nur zwischen 25 und 30% vol. Alkohol.

Welche Verfahren gibt es zur Gin-Herstellung?

Es gibt drei unterschiedliche Verfahren, die allerdings eins gemeinsame haben: die Kupferdestille. Kupfer ist ein wichtiger Qualitätsfaktor für das Endprodukt, denn die Kupferionen, die beim Brennen abgegeben werden, sind weitere Qualitätssteigerer.

Mit anderen Materialen, wie Edelstahl, kommt nicht das gleiche Enddestillat heraus. Bei manchen Früchten soll sich Blausäure beim Destillieren bilden, die durch die Kupferionen gebunden und beim Reinigen des Tanks entfernt wird.

Im Pot-Still-Verfahren wird der Alkohol diskontinuierlich gebrannt. In mehreren Vorgängen wird der Ausgangsstoff, der aus Getreide besteht, in einen hochprozentigen Alkohol verwandelt. Nach dem ersten Durchgang hat das Destillat einen Alkoholgehalt von ungefähr 20 %.

Vor dem nächsten Vorgang muss die Kupferbrennblase gereinigt werden. Zwischen dem zweiten und dritten Vorgang wird die Blase nochmals gesäubert. Der Ausgangsstoff hat jetzt einen Gehalt von bis zu 80 % vol.

Das Coffey-Still-Verfahren ist ein kontinuierlicher Destillationsprozess. Dabei wird der Kupferapparat nicht zwischen den Produktionsschritten gereinigt, sondern nach bestimmten Intervallen. Innerhalb dieses Verfahren erhält man einen höheren Alkoholgehalt von bis zu 94 % vol.

Das Lomond-Still-Verfahren verbindet beide oben genannten Verfahren, ist dadurch sehr aufwendig und wird heutzutage von kaum einer Destillerie noch angewandt.

Produktbild Gin

Es gibt 3 Verfahren zur Gin Herstellung: Pot Still, Coffey Still und Lomond Still.

Wo kommt Gin her?

Heutzutage wird überall auf der Welt Gin hergestellt. Das Herkunftsland sagt dabei nicht unbedingt was über die Art bzw. Sorte des Gins aus.

Andere Herkunftsbezeichnungen auf dem Gin, wie Schwarzwald Dry Gin, sagen etwas über den Gin aus, allerdings nur in Verbindung mit Dry. Oftmals verwenden die Hersteller Zutaten aus der Region, um ihren Gin einzigartig zu machen, wie z.B. der Duke Munich Dry Gin oder abgekürzt „The Duke“. Im Münchner Gin steckt Hopfen mit drin!

Wie schmeckt Gin?

Das Aroma sagt etwas über den Geschmack des Gins aus. Es wird durch die Botanicals bestimmt. Nicht allein die unterschiedlichen Gewürze spielen eine Rolle, sondern auch der Zeitpunkt der Zugabe und die Dauer der Mazeration (Einlegen der Gewürze).

Wird der Gin nach der Zugabe der Gewürze nochmals destilliert, so bekommt er einen anderen Geschmack.

Dies ist je nach Sorte und Hersteller unterschiedlich. Grobe Vorgaben für einen Gin gibt es schon, aber den Destillateuren werden viele Freiheiten gewährt.

Ist Gin geeignet für Cocktails?

So gut wie jeder Gin eignet sich für Cocktails! Denn viele Cocktails wurden für die Sorte bzw. den speziellen Gin kreiert. Manche brillieren aber auch pur auf Eis. Die floralen und süßen Gins, wie Sloe Gin und Old Tom Gin, eignen sich durchweg dafür. Bei den anderen würzigeren hängt es von Ihrem Geschmack ab.

Wie viel kostet Gin?

Die meisten Gins werden in einer 0,7 l Flasche abgefüllt. 1 l ist eher bei den günstigen Gins zu finden. Die kostenintensivsten Gins werden häufig in 0,5 l Flaschen abgefüllt, damit der Preis sich nicht allzu sehr von den günstigeren in den 0,7 l abhebt. Der Preis pro Liter hängt aber auch von den Botanicals ab.

Teure Botanicals, wie zum Beispiel Safran sind extravagant und kosten dementsprechend auch mehr. Bleibt man bei den typisch wacholderlastigen Gins, so kann man von circa 13 Euro für eine 0,7 l Flasche Gordon’s aufwärts noch viel bezahlen.

Besonders kostenintensiv sind die Limited Editions. Die zugegebenen Zutaten können in Zahl unterscheiden. So hat der originale Monkey 47 beispielsweise 47 verschiedene Gewürze und kostet circa 32 Euro für eine 0,5 l Flasche. Manchmal steht aber einfach auch nur eine Marke bzw. ein Name hinter dem Gin, der den Preis hochhält.

Was muss ich zu Botanicals wissen?

Botanicals sind Gewürze, Flaschengeister, Aromen, Zutaten oder wie man sie noch gerne betiteln möchte. Im Grunde machen sie den Gin erst zum Gin, denn ansonsten wäre es einfach nur Wodka.

Auf dem hohen Thron aller Gewürze sitzt die Wacholderbeere, da sie unter anderem für den typischen Gingeschmack zuständig ist. Daneben sind fast in jedem Gin enthalten: Kardamom, Koriander, verschiedene Pfeffersorten und Angelikawurzel.

Du kannst einige Botanicals im Supermarkt besorgen, selber herstellen oder im Internet kaufen. Dabei gibt es Einsteiger bis hin zu Profi Sets die bis zu 15 Aromen enthalten. Wenn du die Zutaten lieber selber herstellen willst, dann trockne ganz einfach Zitrusfruchtschalen oder -scheiben von Zitrone über Orange, Bergamotte bis hin zu Pomelo.

Oftmals eignen sich Gins zum Experimentieren, die sehr geradlinig sind und noch nicht so viele Zutaten enthalten, aber du kannst auch deine Lieblingsginsorte beliebig nachwürzen. Im Gin Tonic machen sie sich auch sehr gut.

Am besten drückst du die Botanicals vorher leicht an, sodass sie ihr Aroma besser im Glas entfalten können. Direkt nach den Eiswürfeln kommen sie ins Glas und werden dann mit Gin und Tonic aufgefüllt. Nach ca. fünf Minuten kannst du die Botanicals entnehmen und deinen Drink genießen.

Die Gewürze solltest du möglichst luftdicht und lichtgeschützt verstauen, sodass du lange Freude daran hast. Die Verpackungen sind meist so konzipiert, dass nichts dran kommen kann, allerdings lichtdurchlässig, sodass du sie entweder in der Box belassen, in einem Schrank oder in einem entsprechenden Aufbewahrungsgefäß lagern solltest.

Achte beim Kauf von Botanicals auch auf die Herkunft der Gewürze und den Hersteller, denn Gewürze brauchen ihre Zeit zu wachsen sowie ein bestimmtes Klima. Gute Hersteller geben meist an, wo sie ihre Gewürze her beziehen bzw. haben ein entsprechendes Siegel.

Was ist der Unterschied zwischen Dry und London Dry Gin?

Der Unterschied besteht in der Freiheit des Destillateurs beim Dry Gin.

Bei der Wacholderspirituose solltest du beachten, dass es mehrere Sorten gibt. Neben dem Dry Gin ist der London Dry Gin bekannt. Aber Vorsicht! Du solltest sie nicht in einen Topf werfen! Der gravierendste Unterschied besteht darin, dass beim Dry Gin der Destillateur mehr Freiheiten hat.

Zum einen kann er selbst bestimmen, wann er die Gewürze hinzugibt und zum anderen ob er sie alle auf einmal mischt. So ist in Deutschland der Schwarzwald Dry Gin – „Monkey 47“  – ein wahrer Gaumenschmaus für Freunde des Dry Gins. Dies wird nochmals deutlich durch die Krönung des Black Forest Distillers mit dem Gault Millau.

Warum sollte man den Dry Martini nicht so genießen wie James Bond?

Geschüttelt oder Gerührt? Besser nicht geschüttelt, sonst trübt er ein. Außerdem wird Martini nicht mit Wodka, sondern mit Gin gemischt. Obwohl Wodka nur Gin ohne Botanicals ist, so liegen dennoch Welten dazwischen.

Wie serviert man Dry Gin?

Das Auge trinkt mit. Zu einem Dry Gin servierst du am besten keine Gurke dazu, sondern eine Zitrone oder Orange, um eine fruchtig, saure Note hinzuzufügen. Auch hier gilt wieder: Geschmackssache.

Wie schmeckt Dry Gin?

Dadurch, dass jeder Destillateur seine Freiheiten genießt, schmeckt jeder Gin anders. Auch wenn man die gleichen Zutaten benutzt, der Geschmack ist u. a. abhängig von der Dauer, dem Zeitpunkt der Zugabe und natürlich auch von den Botanicals selbst.

Im Großen und Ganzen kommt hierbei das Wacholderaroma stark zum Ausdruck. Umspielt wird die trockene Wacholderspirituose von bitteren Noten, wie zum Beispiel Zitrone.

Wie mixt man Dry Gin?

Gerührt nicht geschüttelt. Wer kennt nicht den Dry Martini? Meist wird Gin mit Tonic Water gemixt. Aber auch pur lässt er sich trinken. Erratest du alle Gewürze im Gin?

Welches Tonic Water passt dazu?

Beim Lieblingspartner des Gins, dem Tonic, kannst du jedes x-beliebige zwar dazu mischen, solltest du aber nicht! Denn Tonic ist eine weitere Philosophie für sich.

Das fruchtige Tonic Water 1724 schmiegt sich perfekt an den Dry Gin. Ein gutes Tonic Water erkannt man daran, dass es dem Gin einen Kick gibt, aber nicht den originellen Geschmack erdrosselt. Dennoch ist es auch Geschmacksache. Manche mögen es süßer, bitterer, herber; Das ist jedem selbst überlassen. Probiere es aus.

Was ist London Dry Gin?

London Dry Gin ist zugleich ein Qualitätsmerkmal als auch eine Herstellungsart. Nach der EU Richtlinie von 2008 müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Mindestgehalt an Alkohol: 37,5 % vol.
  • Bestehend nur aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs Getreide + Wasser+ natürliche Aromen
  • Dominanter Wacholdergeschmack
  • Maximal 0,1 g Zucker je Liter
  • Alle Gewürze werden nach der 2. Destillation zugegeben
  • Vor der Destillation: Ethylalkohol Gehalt von 96 % vol.

Festgelegt ist weder die landwirtschaftliche Grundsubstanz, woraus der Alkohol gemacht wird, noch die Botanicals – außer Wacholder. So wird der London Dry Gin aus der Eifel – Windspiel Dry Gin – aus Kartoffeln hergestellt. Im Gegensatz dazu basieren die meisten Ginarten auf Getreide. Erlaubt ist, was geht! Traube, Äpfel, rote Bete. Vorausgesetzt der Ethylalkohol erreicht einen Alkoholanteil von 96 % vol.!

Kommt der London Dry Gin aus London?

Was glaubst du? Der London Dry Gin kommt nicht aus London. Es ist eine eigene Sorte für sich. Hingegen Schwarzwald Dry Gin oder Plymouth Gin muss aus der jeweiligen Region kommen, denn sie sind geografisch geschützt.

Wie schmeckt London Dry Gin?

Trocken. Wacholderlastig. Kräftig. Diese Charakteristika spiegeln sich auch in der EU Richtlinie wieder. Die anderen Botanicals begleiten den Wacholder nur, übertrumpfen ihn aber nicht.

Der Windspiel Dry Gin aus der Eifel wird aus Wacholder in Begleitung mit Nelken, Lavendel, Zimtrinde u.v.m. hergestellt. Mit einem Alkoholgehalt von 47 % vol. ein recht kräftiger Gin. Der Elephant Gin aus Hamburg vereint Exotik mit Qualität. Man stößt mit einem Glas des Elephant Gins auf Afrika an. Einerseits werden mit dem Kauf dieser Flasche Projekte in Afrika unterstützt.

Zum anderen setzen sich die Botanicals sowohl aus afrikanischen als auch aus einheimischen Zutaten zusammen. Darunter fallen Baobab, Buchu, Wermutkraut, aber auch Ingwer, Kiefernnadeln und Äpfel! Was für eine Mischung! Mit 45 % vol. allerdings auch ein recht kräftiger Tropfen.

Produktbild Gin

London Dry Gin hat einen trockenen, kräftigen und wacholderlastigen Geschmack.

Wie mixt man London Dry Gin?

Magst du es exotisch? Exotisch ist hier das Schweppes Premium Mixer Pink Pepper. Es hebt den herben Geschmack hervor des London Dry Gins hervor und gibt einen dennoch einen neuen Geschmackskick dazu.

Purer Genuss ist beim London Dry Gin etwas für die Hartgesottenen, denn bei einem Alkoholgehalt von 45 % vol. kann es schon in der Kehle „brennen“. Ein schöner traditioneller Begleiter ist dahingehend auch das Tonic Water.

Welches Tonic Water passt dazu?

Zum starken London Dry Gin passen viele Tonic Water. Windspiel hat sein eigenes Tonic Water auf den Gin gekonnt abgestimmt. Man kann sogar nebenher noch eine Windspiel Praline genießen.

Daneben bildet das Fever-Tree Elderflower Tonic Water mit dem leicht süßen Geschmack des Holunders auch einen perfekten Partner bzw. Gegenspieler für die herben, kräftigen und trockenen London Dry Gins. Serviert wird das Ganze mit einer Zitronenzeste.

Wenn du es lieber kräftig und herb belassen willst, dann kannst du zum Fentimans Tonic Water greifen. Es passt durch seine kräftige Note allerdings nicht zu allen Gins.

Was kostet ein London Dry Gin?

Der Elephant Dry Gin ist per Hand nummeriert. Es gibt ungefähr nur 600 – 700 Flaschen pro Charge. 15 % des Gewinns werden in afrikanische Projekte gesteckt. Der wohltätige Gin kostet ca. 37 €. Man kann allerdings auch schon Gordon’s Gin für ca. 13 € erhalten.

Der Windspiel Dry Gin auf Kartoffelbasis kostet ungefähr 40 €. Ein 24er Pack Tonic Water 0,2 l von Windspiel kostet genauso viel. Es gibt aber auch günstigere Kombination aus Gin und Tonic von diesem Hersteller.

Was genau ist Sloe Gin?

Der Name verrät schon, woraus Sloe Gin gemacht ist: aus Sloe, Schlehe. Genau genommen ist Sloe Gin kein Gin, wenn man nach der EU-Richtlinie geht, denn der Schlehenlikör hat nur zwischen 25 bis 28 % vol. Gut erkennen kann man den Likör an der rötlichen Farbe, die durch die Schlehen kommt.

Neben dem deutschen hochprozentigeren Schlehenfeuer ist der spanische Anislikör Pacharán, der französische Prunelle sowie der italienische Bargnolio bekannt. Alle haben eins gemeinsam: sie werden aus Schlehdorn hergestellt.

Allerdings werden nicht alle Schlehenliköre aus Gin hergestellt. Es reicht aus, wenn Ethylalkohol zugesetzt wird. Das merkt man sowohl im Preis als auch auf der Zunge. Deswegen beim Kauf darauf achten, dass Gin als Zutat draufsteht.

Wieso sollte man Sloe Gin kaufen?

Es spart Zeit und Mühen die Zutaten zu besorgen. Eigentlich kann man Sloe Gin auch einfach selber herstellen. Man nehme destillierten Gin, Schlehdorn und einen großen Behälter. Der Sloe Gin wird nicht destilliert, sondern mazeriert. Bei der Mazeration werden die Schlehdornbeeren in bereits destillierten Gin und Zucker eingelegt.

Sloe Gin ist dabei nicht gleich Sloe Gin. Denn jeder Hersteller verwendet seinen eigenen Gin und gibt dem Sloe Gin damit auch sein Aroma.

Kleiner Tipp:  Bei Homemade Sloe Gin solltest du beim ersten Mal mazerieren mehr ansetzen, um die verschiedenen Geschmacksoffenbarungen auszuprobieren! Je länger er steht, desto besser soll er schmecken! Aber es geht doch nichts übers Probieren.

Wie schmeckt Sloe Gin?

Schlehen schmecken pur furchtbar! Trotzdem hat der heutige Schlehenlikör eine Geschmacksvielfalt von fruchtig bis herb.

Meistens hat er einen süßen Geschmack, was sich auch an dem Zuckergehalt niederschlägt. Der Sloe Gin enthält 100 g Zucker je Liter. Dies variiert allerdings von Hersteller zu Hersteller, da auch hier der Mazerateur seine Freiheiten genießt. Vor allen Dingen unterscheidet sich der Sloe Gin durch die Zugabe des Gins.

Produktbild Gin

Sloe Gin schmeckt fruchtig süß.

Wie mixt man Sloe Gin?

Bekannt ist der Sloe Gin Fizz. Dieser ist nichts für Freunde des echten Gins, denn wer den originellen Geschmack des Gins liebt, trifft hier eher auf einen Schmaus für das süße Leckermäulchen. Tonic darf auch nicht fehlen! Durch die deutliche Chinin-Bitternote eignet sich das Thomas Henry Tonic Water.

Neben dem Thomas Henry punktet auch das Fever-Tree Indian Tonic Water mit Bitterorangen aus Tansania und Chinarinde aus dem Kongo. Empfehlenswert ist eine Scheibe Zitrone zum recht süßen Cocktail.

Besonders der Sloe Gin eignet zum puren Genuss mit Eiswürfeln, weil dieser einen geringen Alkoholgehalt aufweist, sehr süß ist und somit nicht in der Kehle „brennt“. Allerdings auch eine Sache des Geschmacks.

Wie viel kostet Sloe Gin?

Für einen hochwertigen Sloe Gin kannst du bis zu 45 Euro ausgeben. Bekannt sind die Marken Sipsmith, Monkey 47 und Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin. Mit einem Schwanenkopf verzierte Sipsmith kommt direkt aus der englischen Hauptstadt. Hergestellt wird er in einer Garage. Mit circa 35 Euro pro 0,5 Liter Flasche spielt er in der höheren Preiskategorie mit.

Preislich etwas höher setzt der Bathtub Gin an. Dabei führt die Bezeichnung „Bathtub Gin“ – Badewannen Gin -in die irre, denn früher galt Badewannen Gin als Amateur Spirituose. Heute wird das Wacholdergetränk mit circa 42 Euro pro 0,5 Liter hoch gehandelt.

Monkey 47 ist nicht nur ein Geschmacksexplosion als Dry Gin, sondern auch im Sloe Gin Format. Er platziert sich unterhalb seiner Rivalen mit circa 30 Euro pro 0,5 Liter.

Was ist Plymouth Gin?

Der Plymouth Gin ist der einzige Gin mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Dieser Wacholderschnaps wird in der Black Friars Distillery in Plymouth seit 1739 hergestellt. Diese und nur diese Brennerei darf Plymouth Gin herstellen.

Allein schon die äußere Form kennzeichnet diesen Gin. Die grüne im Profil ovale Flasche mit dem kupferfarbenen Drehverschluss erinnert an die 300 Jahre alte Kupferbrennblase der Destillerie. Auch das Etikett ist symbolträchtig und steht für die ersten Siedler, die 1620 mit der Mayflower von Plymouth nach Amerika segelten.

Neben dem Etikett kann man beim genaueren Hinsehen auf der Rückseite der Flasche einen Mönch erkennen. Er sagt einem getreu nach dem Plymouth Motto, wann du eine neue Flasche anschaffen musst. Nämlich genau dann, wenn der Mönch trockene Füße bekommt.

Wie wird Plymouth Gin hergestellt?

Nicht nur die Monopolstellung ist einzigartig, sondern auch die vierfache Destillation. Die meisten, wenn nicht sogar alle anderen Gins werden lediglich zweifach bzw. dreifach destilliert. Dazu werden zunächst Getreide und Wasser dreimal gebrannt. Unüblicherweise wird der Plymouth Gin nach der Mazeration (Einwirkung der Botanicals) nochmals dieser Prozedur unterzogen.

Was ist der Unterschied zwischen Plymouth und London Gin?

Der gravierendste Unterschied besteht darin, dass der Plymouth Gin aus Plymouth kommen muss. Hingegen der London Dry Gin ist keine geschützte Herkunftsbezeichnung genauso wenig wie Schwarzwald Dry Gin (Monkey 47).

Welche Sorte Plymouth Gin magst du?

Die Black Friars Distillery in Plymouth stellt den Original, Navy Strength sowie den Sloe Gin her. Der Original wird in hellgrünen Flaschen mit kupferfarbenem Verschluss und blau-kupferfarbenem Etikett abgefüllt. Er hat einen Alkoholgehalt von 41,2% vol. und ist damit ein etwas sanfterer Gin.

Der Navy Strength kommt auch in hellgrüne Flaschen allerdings mit blauen Verschluss sowie blau-weißem Etikett. Mit einem Alkoholgehalt von 57 % vol. schmeckt er sehr stark und wird deswegen auch kaum pur getrunken.

Die rote Farbe des Sloe Gins in der Plymouth Gin Reihe hat sofortigen Wiedererkennungswert. Nicht nur die Farbe des Sloe Gins ist rot, sondern auch der Verschluss als auch das Etikett.

Auf allen drei Flaschen prankt in der Mitte des Etiketts die Mayflower. Oben drüber sticht in weißer Farbe auf blauem Untergrund der Plymouth Gin Schriftzug hervor. Der Mönch auf der Rückseite zeigt an, wann man die nächste Flasche kaufen muss – nämlich genau dann, wenn er auf dem Trockenen steht.

Wie schmeckt Plymouth Gin?

Durch die vielen Wurzeln bekommt der Plymouth Gin einen leicht erdigen Geschmack. Klingt komisch? Dann probiere ihn selbst. Neben der Wacholderbeere enthält er noch Koriandersamen, Zitronen- und Orangenschale, Angelika-, Schwertlilienwurzel sowie Kardamomschoten.

Du kannst den leichten Hauch der Zitronen und Orangenschale herausschmecken. Beim Sloe Gin fügt man noch Schlehdornbeeren hinzu.

Produktbild Gin

Plymouth Gin hat einen leicht erdigen Geschmack. Dazu passt ein mild, zitroniges Tonic Water.

Wie mixt man Plymouth Gin?

Die perfekte Alternative für den Martini ist der Pink Gin. Durch die Zugabe von Angosturabitter zum Plymouth Navy Strength Gin wird der Pink Gin zu einem herben Cocktail abgerundet. Getoppt mit einem Spritzer Zitrone – auch gerne eine Zitronenscheibe als Garnitur – trinkt das Auge auch mit.

Welches Tonic Water passt dazu?

Zum Plymouth Gin passt hervorragend ein mild, zitroniges Tonic Water, was sehr anpassungsfähig ist. Es darf allerdings den herben Geschmack des Plymouth Gins nicht übertönen. Dafür eignet sich das Fever-Tree Premium Indian Tonic Water. Die Vielfalt dieses Tonics mit Chinin aus Kongo, Bitterorangen aus Tansania sowie Quellwasser aus den englischen Midlands lassen den Gin nicht untergehen.

Was ist Old Tom Gin?

Old Tom Gin ist ein gesüßter Gin. Er hatte seine Blütezeit im 18./19. Jahrhundert. Die Geschichte begann im Exzess, wurde mit Gesetzen reguliert und mit Gesetzeslücken hintergangen. Nachdem Ernten ausgefallen waren, bekam der Old Tom Gin letztendlich durch den Hunger den Riegel vorgeschoben. Das noch verfügbare Getreide nutzte man zum Brot backen.

Was hat es nun mit der Katze, dem Fass und Old Tom auf sich?

Um den Old Tom ranken sich so viele Geschichten, wie die Muster in einer Patchworkdecke. Es gibt einige Fakten, die zu mehreren Geschichten zusammengefügt worden. Alle Geschichten haben eins gemeinsam. Sie drehen sich um eine Katze, ein Fass Gin und Old Tom.

Wir haben uns hier auf ein Beispiel beschränkt, die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert während des Gin Exzesses:

Während der Old Tom Gin einen Gin-Wahn (Gin Craze) auslöste, wurde in England sogar mehr gestorben als geboren. Die gesüßte Spirituose war noch nicht so hochwertig wie heute und führte zu Unfruchtbarkeit. Die Politik sah sich gezwungen einzugreifen und führte fünf Gesetzesakte ein.

Dudley Bradstreet fand eine Gesetzeslücke, denn man konnte nur festgenommen werden, wenn man den Verkäufer kannte. So nagelte er ein Brett mit einer schwarzen aufgemalten Katze mit einem Fass vor die Tür. Dieses Schild soll Old Tom genannt worden sein und symbolisierte den Ginverkauf.

Den Verkauf wickelte man über ein Rohr ab, in das man „Puss“ (Kätzchen) rufen musste. Mit der Renaissance des Old Tom Gins findet man auch heute immer noch das Kätzchen auf den Flaschen wieder.

Wie schmeckt Old Tom Gin?

Süß. Denn er wird nach der Destillation noch mit Zucker verfeinert. Trotzdem achten die Hersteller darauf, dass der Gin nicht zu süß schmeckt. Er gilt als Pendant zum trockenen wacholderlastigen London Dry Gin bzw. Dry Gin.

Zunächst erinnert er an den New Western Dry Gin, allerdings wird dieser nicht zusätzlich gesüßt und ist auch sehr Gewürz intensiv. Demnach bildet der Old Tom Gin eine traditionelle, milde Alternative zwischen den trockenen Ginsorten und dem New Western Style.

Wie mixt man den Old Tom?

Der Tom Collins und der Old Tom Gin sind wie Pech und Schwefel. Man braucht nicht viele Zutaten, um einen Tom Collins zu mixen: man nehme Zitronensaft, Sodawasser und Old Tom Gin. Der Old Tom Gin bildet den süßen Gegenpol zum sauren Gehalt der Zitrone.

Getoppt wird das ganze durch eine Zitronenschale. Ein weiteres Mixgetränk, das mit wenigen Zutaten auskommt, ist der Ampersand Cocktail. Dieser bringt Old Tom Gin mit Wermuth und Orangenbitter zusammen. Ein Cocktailtraum!

Welches Tonic Water passt dazu?

Durch den sanften nicht aufdringlichen Geschmack, lässt sich der Old Tom Gin mit vielen Tonics mischen. Hierzu passt einerseits das Fever-Tree Premium Indian Tonic Water, ab er auch die Schweppes Premium Mixer.

Da gibt es eine Auswahl von drei ganz unterschiedlichen Mixtypen. Zum Old Tom Gin eignet sich zum einen das exotische Lavender and Orange Blossom, wie auch das Ginger and Kardamon.

Der Klassiker in der Schweppes Premium Reihe passt auch hervorragend dazu. Wer gerne mal etwas anderes probiert, der ist bei den anderen beiden von Schweppes an der richtigen Adresse. Garniert kann der Cocktail mit einer Zitronen- oder Orangenzeste.

Was kostet Old Tom Gin?

Bekannt sind die Marken Hayman’s, Both’s und Ransom. Hayman’s Old Tom Gin stammt aus England, Both’s aus Deutschland und Ransom aus Amerika. Eine Flasche Both’s Old Tom Gin erkennt man gut an dem in rot und mehreren Brauntönen gehaltenen Etikett mit der Katze auf dem Fass. Das grün goldene Etikett mit der schwarzen Katze weist auf den Hayman’s hin.

Warum gilt der New Western Dry Gin als Rebell?

Der New Western Style unterscheidet sich grundlegend von den „herkömmlichen“ Gins. Denn er wird nicht mehr vom Wacholderaroma dominiert. Er balanciert die Wacholdernote mit anderen Gewürzen aus und schafft somit eine neue Offenbarung. Nachdem der Gin nach dem zweiten Weltkrieg eine Krise erlitt, gewann er wieder neuen Auftrieb in den 1990ern.

Der New Western Dry Gin schaffte es Anfang des 21. Jahrhunderts die Gaumen zu verwöhnen. Diese Evolution vollzog sich nicht nur in England, vielmehr auf der ganzen Welt! Es ist ein Phänomen plötzlich andere Zutaten mit dem König aller Hinzutaten, dem Wacholder, auf einen Thron zu heben.

Wie schmeckt der Neue Westliche Stil?

Anders. Dieses Wort sagt Alles und doch Nichts über diesen Gin aus. Man kann es nicht genau mit einem Wort festhalten, denn Gin ist nicht gleich Gin. Bekannt und berühmt ist beispielsweise der Hendrick’s Gin. Hier schweben Rose und Gurke mit dem Wacholder auf Augenhöhe.

Sehr ausgefallen ist auch der Saffron Gin. Auffallend hier erscheint die orange Farbe, die durch die Färbung mit Safranfäden zu Stande kommt. Interessanterweise wird neben dem bekannten Botanicals wie Wacholder und Angelikawurel noch Fenchel hinzugefügt.

Es lohnt sich diesen Premium Gin aus Frankreich zu probieren. Wer es etwas heimischer mag, kann den Spitzmund Gin aus Schleswig-Holstein probieren. Dieser punktet mit den heimischen Zutaten: Pflaume, Apfel, Haselnüsse.

Wie mixt man New Western Style?

Die neuen Gins gehen auch neue Wege. Purer Genuss mit dahinschmelzendem Eis lässt einen auch selbst dahinschmelzen! Eine leckere Kombination bildet der Spitzmund Gin umhüllt von einer Limonade aus schwarzen Johannisbeeren mit einem Minzzweig serviert.

Passend erscheint hier aber auch die klassischen Gin Tonics mal mit einer Grapefruit oder einem Rosmarinzweig zu garnieren. Da der Hendrick’s Gin schon mit Gurke verfeinert wurde, sollte man auch als Augenschmaus eine Scheibe Salatgurke verwenden.

Der Hendrick’s lässt sich hervorragend mit Ginger Beer vereinen. Himmlisch schmeckt hier das Thomas Henry Spicy Ginger. Dies ist eine würzige Ingwerlimonade, die ursprünglich wie ein Bier gebraut wurde – von daher auch Ginger Beer.

Allerdings muss man den würzigen, originellen Geschmack des Ginger Beers auch mögen, der die herben Noten des Gins nochmals unterstreicht. Die Kombination aus Ginger Beer und Gin inklusive Gurke nennt man in Barkreisen auch Munich Mule. Empfehlenswert!

Welches Tonic Water passt dazu?

Die fruchtigen Noten des Spitzmunds harmonieren sowohl mit dem Markführer Schweppes, das leicht süß, eine Nuance Zitrone sowie Bitteraromen aufweist als auch mit dem fruchtigen 1724 Tonic Water. Dieses Tonic Water lässt die Chininspur nur schwach durch schmecken und eignet sich fabelhalft mit New Western Dry Gins.

Wie viel kostet der New Western Style?

Der exotische Safrangin Saffron enthält das aufwendig gewonnene Gewürz Safran. Dieses Rezept von Gabriel Boudier stellt eine Renaissance der Besonderheit dar. Er ist schon für 22,99 € zu erwerben. William Grant & Sons hat auch eine außergewöhnliche Kombination aus Salatgurke und Rose im Hendrick’s Gin vereint.

Dieser Spitzen-Klasse Gin ist schon ab 30 € zu kaufen. Wer lieber in der Heimat bleiben will kauft bereits ab 36 € den mit Apfel, Pflaume und Haselnüssen veredelten Spitzmund Gin.

Gin Zitone

Eine zitronige, saure Geschmacksnote wird beim Gin gerne dazugegeben. (Foto: GerDukes / pixabay.com)

Entscheidung: Welche Arten von Gin gibt es und welche ist die richtige für dich?

Gin ist ein Genussmittel, dass eine Renaissance Ende des 20. Jahrhunderts erlebte. Nachdem er nach dem Gin-Wahn 1751 in England durch mehrere Gesetze aufgrund des billigen, giftigen Fusels verboten bzw. eingeschränkt wurde. Die Zeit des gesüßten Old Tom Gins endete und der qualitätsreiche London Dry wurde forciert.

Nach den Gin Gesetzen folgte in der Gin-Geschichte die Prohibitionszeit der 1920er in den USA. In sogenannten Speakeasies wurde geschmuggelter Alkohol u.a. auch Gin ausgeschenkt und getrunken.

Es folgte eine Zeit, wo keiner mehr die Wacholderspirituose trinken wollte sodass ein Pendant zur ersten Gin-Krise entstand, bevor er in den 1980er wieder auf die Beine kam und heute zu einem wahren Kultgetränk heranwuchs.

Man kann zwei verschiedene Unterteilungen vornehmen.

Einerseits kann man zwischen

  • Compound und
  • Distilled Gin

differenzieren. Distilled Gin ist alles, was nach der Mazeration (Einlegen) von Botanicals in Alkohol nochmals gebrannt wird. Im Gegensatz dazu der Compound Gin, der nicht nochmal destilliert wird. Den Distilled Gin erkennt man bereits am Namen. Es muss ein Dry oder London darin vorkommen. Plymouth Gin fällt auch unter diese Kategorie.

Auf der anderen Seite gibt es die Unterscheidung zwischen:

  • London Dry Gin
  • Dry Gin
  • Plymouth Gin
  • New Western Dry Gin
  • Old Tom Gin
  • Sloe Gin

Wir haben uns für die zweite entschieden, um dir die einzelnen Untergruppen besser veranschaulichen zu können.

Beide Unterteilungen richten sich zum Teil nach einer EU Verordnung aus dem Jahre 2008. Diese besagt:

  • Mindestgehalt an Alkohol: 37,5 % vol.
  • Bestehend nur aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs Getreide + Wasser+ natürliche Aromen
  • Dominanter Wacholdergeschmack
  • Maximal 0,1 g Zucker je Liter
  • Alle Gewürze nach der 2. Destillation zugegeben
  • Vor der Destillation: Ethylalkohol Gehalt von 96 % vol.

Dies ist je nach Sorte unterschiedlich!

Gin ist nicht gleich Gin! Es gibt blumigen, würzigen, süßen Gin, was je nach Sorte variiert. Man kann manche pur genießen oder ihn mit dem ständigen Begleiter Tonic Water mixen. Daneben harmonisiert das Ginger Beer, die Ingwerlimonade, auch hervorragend mit manchen Ginsorten.

Die Dekoration wechselt von Gin zu Gin bzw. Cocktail. Möglichkeiten wären hier:

  • Minzblätter
  • Orangen- / Zitronenzeste
  • Gurke
  • Rosmarinzweig
  • Zuckerrand (mithilfe von Zitrone und Zucker; sieht mit eingefärbtem Zucker noch schöner aus)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gin

Psychopathen und Gin Tonic

Dunkle Charaktere mögen anscheinend bittere Sachen wie Gin mit Tonic zu trinken, denn Geschmack beeinflusst die Persönlichkeit laut Wissenschaftlern der Universität Innsbruck. Soziale Menschen mögen gerne süße Speisen wohingegen antipathische Menschen eher bittere Sachen bevorzugen. Rache ist ja bekanntlich auch immer bitter-süß?! Prost!

Mister Bonds Vorliebe für geschüttelten Martini

Wusstest du, dass James Bond mit seinem Wodka Martini geschüttelt nicht gerührt so ziemlich jeden Ginkenner die Nase rümpfen lässt? Erstens wird Martini nicht mit Wodka, sondern mit Gin hergestellt und zweitens sollten man ihn nicht schütteln, vielmehr rühren, denn ansonsten trübt er ein.

Wo wird am meisten Gin konsumiert?

Der Ginebra San Miguel wird auf den Philippinen hergestellt und dort auch am meisten konsumiert. Die Hälfte des Ginkonsums geht auf die fast 100 Millionen starke Bevölkerung zurück.

Gin als Heilungsmittel

Skorbut ist eine Vitaminmangelkrankheit, die vorwiegend bei Seefahrern im 15. bis 18. Jahrhundert auftrat und ca. drei Millionen Seefahrer in dieser Zeit dahinraffte. Grund dafür war ein Vitamin C Mangel. Ein Wissenschaftler fand heraus, dass Zitronen dem Skorbut entgegen wirkten, ohne genau zu ahnen, was es mit der Zitrone auf sich hat.

Problematisch war die Konservierung der Zitrone. Demzufolge war der Gimlet geboren. Ein alkoholisches Getränk mit einfach nur Gin und Zitronensaft. Der Alkohol machte die Zitrone haltbar, sodass weniger Seefahrer an Skorbut starben.

Trinkgewohnheiten

Ernest Hemingway und Winston Churchill tranken gerne Gin. Churchill soll wohl nie nüchtern gewesen sein, aber kam auch nie besoffen rüber noch beeinträchtigte es seine Arbeit.

Während des Gin-Wahns im 18. Jahrhundert kamen auf jeden Briten zwei Liter Gin, der pro Woche getrunken wurde. Darin enthalten sind alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten.

Gin ist ein Genussmittel, trotzdem kommt der ein oder andere Kater vorbei. So auch während der Zeit ab 1751 als Gin verboten bzw. eingedämmt wurde. Es entwickelten sich nicht sogenannte Speakeasies  wie in den USA allerdings ranken sich einige Geschichte um den Old Tom Gin, der während des Verbots verkauft wurde. Alles dreht sich um eine schwarze Katze.

Angeblich soll in jedem Haus, in dem Gin heimlich verkauft wurde eine schwarze Katze im Fenster gesessen haben. Dann warf man Geld ein und der billige Fusel kam geliefert. Das Schlupfloch bestand darin, dass man den Verkäufer nicht sah und somit auch nicht Aussagen über Ihn treffen konnte.

Diese Katze ziert auch heute noch die Old Tom Flaschen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.urban-drinks.de/blog/gin-tonics-trends/


[2] https://www.gintlemen.com/gin-tonic/


[3] http://www.elle.de/gin-tonic-rezepte


[4] http://www.ginspiration.de

Bildnachweis: stevepb / pixabay.com

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